2ij?hrige: Danedream ohne Chance & zwei Insel-Siege

Es war ein Griff nach den Sternen, welchen die Familie Volz mit Danedream in Paris vorhatte. Doch gut ging er auf Gruppe I-Level am Sonntagmittag in Paris leider nicht.

Im mit 300.000 Euro dotierten Prix Marcel Boussac hatte die Lomitas-Tochter, die eine kleine Behinderung in Kauf nehmen musste, aus dem Rennstall von Trainer Peter Schiergen nicht wirklich etwas zu bestellen und war, als es in der Geraden zur Sache ging, früh aus dem Rennen für eine bessere Platzierung, kämpfte am Ende um das fünfte Geld.

Unter Andrasch Starke war die vom Gestüt Brümmerhof gezogene Lomitas-Tochter als Riesenaußenseiterin angetreten, kam am Ende als Sechste am 1400 Meter-Pfosten vorbei. Der Sieg ging an die von Aidan O’Brien traininerte Misty For Me, die das zweite Gruppe I-Rennen ihrer Karriere gewann.

Die Siegerin der Moyglare Stud Stakes, die Stalljockey Johnny Murtagh im Sattel hatte, verwies die klare Favoritin Hellborine leicht auf den zweiten Platz, zahlte am Longchamp-Toto 50:10. Dritte hinter der Galileo-Tochter wurde Rainbow Springs, die zuletzt chancenlos gegen Frankel in England gewesen war.

‚Misty For Me ist eine sehr gute Stute. Sie ist eine unserer Kandidatinnen für die Guineas und Oaks im nächsten Jahr. Sie kann auch sicher beide Distanzen, dann bin ich mir schon heute sicher‘, so Trainer O’Brien nach dem Rennen.

Auch Johnny Murtagh war von der Leistung der Stute angetan: ‚Ich hatte zunächst meine Bedenken wegen des Bodens. Aber sie hat toll angezogen und lange stark gekämpft. Dieses Rennen haben schon großartige Stuten gewonnen. Hoffen wir, dass sie auch eine solche wird.‘

Die englischen Buchmacher reagierten prompt auf den Sieg der Stute und machten sie zur neuen Favboritin im Langzeitmarkt für die 1000 Guineas. Zwischen 60 und 80:10 gibt es aktuell auf einen Guineas-Sieg von Misty For Me in Newmarket.

Criquette Head-Maarek, Trainerin der unterlegenen Favoritin Helleborine, sah im weichen Boden den Grund für die Niederlage: ‚Es war zu weich für sie. Das ist zumindest das Gefühl, welches ihr Jockey hatte. Ich mag eigentlich die Ausrede nicht, dass der Boden Schuld für eine Niederlage war. Aber heute war es, glaube ich, der Fall.‘

Auch das Zweijährigen-Pendant für die Hengste konnten die Franzosen nicht im Land halten. Trainer Richard Fahey und Jockey Paul Hanagan feierten jeweils ihren ersten Gruppe I-Sieg, als Wootton Bassett den Prix Jean-Luc Lagardere gewann.

Der Iffraaj-Sohn gewann in seiner englischen Heimat mehrere Auktionsrennen, versuchte sich erstmals in dieser Klasse. Auf dem zweiten Platz gab es totes Rennen zwischen Maiguri und Tin Horse. Jockey Paul Hanagan ist aktuell Favorit für den Championatstitel in England und setzte einer ohnehin für ihn schon tollen Saison das Sahnehäubchen auf.

‚Er gehört einer Besitzergemeinschaft aus Schottland, welche ihn für 48.000 Pfund in Doncaster erworben hat. Die 2000 Guineas in England, Irland und Frankreich sind natürlich seine Ziele für 2010. Ich habe sehr lange auf mein ersten Gruppe I-Sieg gewartet und bin natürlich sehr glücklich‘, so Trainer Richard Fahey nach dem Rennen.

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