Am Donnerstag werden sich die Augen der Turf-Freunde nicht nur nach Bad Harzburg richten, sondern auch nach Avenches, wo zahlreiche deutsche Pferde und deutsche Jockeys im Einsatz sein werden. Mit dem Grand Prix d‘Avenches, sowie den beiden BBAG-Auktionsrennen steht dort einer der wichtigsten Schweizer Renntage auf dem Programm.
Ab 17.15 Uhr werden sieben Rennen ausgetragen, von denen sechs (nur die erste Prüfung, ein Araberrennen nicht) über die PMU bewettbar sind und vom französischen Rennsportkanal „Equidia“ übertragen werden. Im Grand Prix d‘Avenches, über 2400 Meter führend, und mit 75.000 Franken (ca. 61.000 Euro) dotiert, trifft der von Andreas Trybuhl trainierte Slickly-Sohn Runaway (Adrie de Vries) auf acht starke Gegner, unter denen sich mit Nightdance Paolo (Andreas Schärer/Nicolas Perret) und Representing (Anne-Sophie Pacault/Anne-Sophie Pacault) auch die Sieger der letzten beiden Jahre befinden.
Runaway war zuletzt Zehnter in einem hochdotierten Handicap in Chantilly, davor aber Vierter auf Listenebene in Lyon und in Longchamp. Representing tritt mit einer frischen Siegform aus einem Altersgewichtsrennen in Chantilly an und sollte erneut gute Chancen besitzen. Erste Chancen hat mit Sicherheit auch der Vorjahresfünfte Fabrino, der einer von drei Startern von Toptrainer Miro Weiss, und dabei der Ritt des Stalljockeys Olivier Placais ist.
Die beiden anderen Weiss-Pferde Halling River und Shisun werden von Daniele Porcu und Filip Minarik geritten. Shisun, ein Shirocco-Sohn, war zuletzt immerhin Dritter im Schweizer Derby. Fabrino bezwang zuletzt in Frauenfeld Nightdance Paolo und den Vorjahresdritten Oriental Fox und steht gegen die beiden Ex-Deutschen diesmal sogar noch günstiger.
Mit zwei Pferden ist der Krefelder Coach Mario Hofer (Foto) in der Trophee des 2Ans, dem BBAG-Auktionsrennen für die Youngster (1200 m, 50.000 Franken), vertreten. Und dieses Rennen hat der Derby-Siegtrainer in den letzten Jahren beherrscht. 2009 stellte er mit Silver Market die Siegerin, 2010 gewann für ihn Fort Hastings, und in der vergangenen Saison siegte unter seiner Regie Pakal vor dem Trainingsgefährten King Arthur.
Mit Monaco Franze auf dem dritten Platz gab es damals sogar eine deutsche Dreierwette, die auch diesmal sehr wahrscheinlich ist, denn neun der zehn Starter kommen aus Deutschland. Hofer schickt diesmal Rupert Plerschs Linngari-Tochter Linngara (Steffi Hofer), und den im Besitz von Werner Heinz stehenden Polo (Andre Best) ins Rennen. Die Stute war bei ihrem ersten Start in Straßburg gleich mit drei Längen Vorsprung erfolgreich, ließ dabei ein Pferd hinter sich, das danach zwei Rennen in Frankreich gewinnen konnte. Dritter war damals Early Emperor (Conny Brandstätter/Andreas Suborics), der auch am Donnerstag wieder mit von der Partie ist. Polo war bei seinem Debüt in Köln bereits stark gewettet, wurde nach großem Startverlust aber nur Sechster.
Ralf Rohne schickt mit Truly Perfect (Alexander Pietsch) einen Debütanten ins Rennen, John David Hillis baut auf Action Please (Tomas Bitala), einen ebenfalls noch ungeprüften Toylsome-Sohn. Die weiteren deutschen Pferde in dieser Prüfung sind Linarda (Mirek Rulec/Daniele Porcu), die Dritte aus dem Badener Jugend-Preis, der von Uwe Stech trainierte Mompracem (Adrie de Vries), der bei zwei Starts noch nicht auf sich aufmerksam machen konnte, sowie Gold and White (Peter Schiergen/Andrasch Starke) und Brixen (Toni Potters/Filip Minarik).












