Mit dem Sieg des 18:10-Favoriten See The Tiger, einem im Besitz des Gestüts Bona stehenden Sea The Stars-Sohnes aus dem Stall von Trainer Peter Schiergen, endeten am Karfreitag in der Bremer Vahr aller Voraussicht nach 161 Jahre Jahre Galopprennsport. Das womöglich letzte Rennen (Zum Video) auf der traditionsreichen Bremer Rennbahn gewann der vierjährige Hengst unter Stalljockey Andrasch Starke mit souveränem Vorsprung von dreidreiviertel Längen gegen Dr. Andreas Boltes Dialekt, hinter dem weit zurück Irriwsch den dritten Platz belegte.
Unter großem Jubel der Besucher wurde die letzte Siegerehrung abgehalten, dann wurde zum Halali geblasen. Ein trauriger Moment. „Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder“, hatte Moderator Andreas Neugeboren bei seiner Abmoderation gesagt. Bei schönem Frühlingswetter erfreute sich die Vahr bei ihrem womöglich letzten Renntag noch einmal eines richtig tollen Besucherzuspruchs, die Zuschauer säumten vor jedem Rennen den Führring in mehreren Reihen, und so manches Rennen musste etwas später gestartet werden, da es noch lange Schlangen an den Wettkassen gab.
Gesammelt wurden von der Bürgerinitiative Rennbahngelände Bremen auch Unterschriften, bekanntlich werden 4.000 benötigt, um in einem ersten Schritt überhaupt für ein Volksbegehren zugelassen zu werden. Wird dem Zulassungsantrag stattgegeben, macht die Wahlbereichsleiterin den Antrag im Amtsblatt bekannt. Das Volksbegehren muss dann von fünf Prozent der Stimmberechtigten bei der letzten Wahl der Stadtbürgerschaft innerhalb von drei Monaten unterzeichnet werden. Das sind laut Auskunft der Stadt 21.234 Personen.












