108.300? verdient: Wir haben einen neuen Top-Sprinter!

Es bleibt dabei. Die deutschen Pferde sind im Jahr 2007 im Ausland eine Macht. Den nächsten Glanzpunkt setzte am Freitag der zweijährige Hengst Pomellato im Criterium de Maisons-Laffitte. In dem Gruppe II-Rennen verdiente der Ittlinger auf einen Schlag 108.300 Euro. Kein in Deutschland trainierter Youngstar gewann bei einem einzigen Start in diesem Jahr so viel Geld!

Andrasch Starke überließ auf dem Maurice Lacroix-Sieger, der zuletzt Rang vier im Grand Criterium auf Gruppe I-Level belegt hatte, nichts dem Zufall und marschierte mit Pomellato in dem 1200 Meter-Rennen auf gerader Bahn stets im Vordertreffen, um schon 500 Meter vor dem Ziel zur entscheidenden Attacke anzusetzen.

Kaum hatte Starke den Turbo auf dem Ittlinger gezündet, war die Sache entschieden. Unwiderstehlich löste sich Pomellato von der Konkurrenz und konnte bis zum Pfosten nicht mehr gestellt werden. Nach 1 Minute und 13 Sekunden passierte Pomellato drei Längen vor der Konkurrenz die Linie, zahlte am Toto in Maisons-Laffitte lohnende 55:10.

Das Gestüt Ittlingen könnte einen heißen Kandidaten für die Goldene Peitsche im kommenden Jahr im Stall haben und Deutschland nach Toylsome und Co. wieder einmal einen erstklassigen Sprinter.

Trainiert wird Pomellato von Peter Schiergen, der in diesem Jahr nach Anzahl von Gruppesiegen die erfolgreichste Saison seiner bisherigen Karriere überhaupt feiert. Und das ausgerechnet im ersten Jahr ohne Schlenderhaner Pferde in seinem Asterblüte-Stall.

„Bei seinem Start in Italien war der Boden einfach zu schnell für ihn, das war nicht optimal. Die meisten Big Shuffles bevorzugen ein wenig durchlässigeres Geläuf und heute waren die Bedingungen optimal. Es ist gut möglich, dass er im kommenden Jahr allerdings auf weiterer Strecke antritt und wird haben sicher auch den Klassiker in Köln im Hinterkopf“, so Peter Schiergen nach dem Erfolg.

Der ebenfalls in Köln vorbereitete Sehrezad, zuletzt Dritter im Berebis-Rennen, hatte zwar keinerlei Chancen, verdiente als Fünfter aber immerhin noch 6.650 Euro. In seinem Sattel hatte Terry Hellier gesessen, der zuvor bereits die Dortmunder Auktionsrennen-Siegerin Lips Arrow im Prix Miesque geritten hatte. In diesem hatte die Stute allerdings nichts zu bestellen und wurde nur Sechste.

In dem mit 80.000 Euro dotierten Prix de Seine-Et-Oise zog sich die von Michael Trybuhl nach Frankreich geschickte Slade noch am besten von den deutschen Vertretern aus der Affäre und wurde Vierte.

Unter Filip Minarik musste sich die Stute nur knapp für eine Platzierung geschlagen geben, galoppierte aber immerhin 8.000 Euro in die Kassen von Besitzer Ulrich Zerrath. In dem 1200 Meter-Rennen über die Gerade Bahn gab es für die frische Listensiegerin aus Baden-Baden, Bahama Mama (Andrasch Starke), nichts zu holen. Auch Arc de Triomphe hatte keinerlei Chancen.

Das Rennen ging an den favorisierten Wallach Tiza, ein südafrikanisches Pferd das zur Hälfte im Besitz des Deutschen Rupert Plersch steht. Zweiter wurde mit Advanced ein Night Shift-Sohn aus der Wonderful Word aus der Zucht des Gestüts Görlsdorf.

Neben dem Gestüt Ittlingen konnte sich auch das Gestüt Ebbesloh am Freitag über einen Gruppesieg freuen. In Irland gewann der fünfjährige Lomitas-Sohn Aitmatov ein mit 50.000 Euro dotiertes Grade III-Rennen über Hürden. Aitmatov wird seit einem Jahr von Noel Meade in Irland trainiert.

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