100.000?-Entscheidung fiel wohl insgeheim schon in Baden

Am Donnerstagmorgen um 10:30 Uhr wies Familie Volz 100.000 Euro an „France Galop“ an. So viel Geld hat noch nie ein Besitzer für ein in Deutschland trainiertes Rennpferd für einen Startplatz in einem Pferderennen bezahlt.

100.000 Euro ist Familie Volz ein Ticket für Danedream im Prix de l’Arc de Triomphe wert. So viel kostet die Nachnennung für das wichtigste Pferderennen der Welt.

Schreibt man sein Pferd bei der ersten Nennung für den mit 4 Millionen Euro dotierten Arc zu Beginn eines Jahres ein, kostet der Spaß auch schon stolze 5.000 Euro.

Das zwanzigfache ist den Volzens nun wert, im Rennen der Rennen mit Danedream dabei zu sein. Und egal, wie Danedream am Sonntag abschneidet, diese Entscheidung ist genau richtig.

Für 9.000 Euro verkaufte das Gestüt Brümmerhof Danedream als Zweijährige, über eine halbe Million Euro hat die Stute mittlerweile in die Volz-Kassen galoppiert.

Die Nachnennung ist längst mehr als bezahlt. Zudem hat sich die Lomitas-Tochter mit zwei imponierenden Gruppe I-Siegen ihre Chance auf einen Arc-Start mehr als verdient.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht mit dem besten dreijährigen deutschen Rennpferd, mit wem dann? Wenn Deutschland die Chance mit einer Danedream im Arc nicht wahrnimmt, mit welchem Kaliber können wir es tun?

Der Arc-Start ist genau das Richtige. Deutschlands bestes Pferd gehört in das beste Rennen der Welt. Und am Sonntag heißt es: „Wir sind Danedream!“

„Wenn wir ehrlich sind, gibt es eigentlich jetzt nur ein Ziel für sie. Das Rennen in Japan und auch der Breeders‘ Cup sind sicher tolle Aufgaben, aber mal ehrlich, der Arc ist eine ganz andere Liga. Das ist der Arc. Und da dabei zu sein, wäre schon gigantisch. Wir reden von dem Rennen überhaupt“, so Helmut Volz rund dreißig Minuten, nachdem Danedream den Großen Preis von Baden gewonnen hatte.

Die Entscheidung, dass Danedream in den Arc gehen würde, war eigentlich am Tag des Großen Preises gefallen. Insgeheim gab es nur noch ein Ziel für Danedream: den Prix de l’Arc de Triomphe.

Zumindest im Besitzer-Lager. Bei Trainer Peter Schiergen brach das Arc-Fieber erst später aus, dafür die letzten Wochen und Tage umso stärker. „Mit richtig Mumm fahren wir nach Paris“, gibt man sich im Kölner Asterblüte-Stall nur wenige Tage vor dem „D-Day“ nun auch optimistisch.

Der Countdown hat längst begonnen. Turf-Deutschland ist im Arc-Fieber!

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