100.000$-Mumm & auch sein Baden Runner-Up Australier

Da hat einer aber richtig Mumm auf unseren Derbysieger von 2011. Denn noch bevor Waldpark sein erstes Rennen Down Under bestreitet, stellte ein Australier richtig drauf. Und das nicht in irgendeinem Rennen, sondern einem der wichtigsten Gruppe I-Rennen Australiens.

Im Langzeitmarkt für die Cox Plate langte ein Kunde eines australischen Buchmachers richtig hin. 2.000 Dollar (rund 1.400 Euro) spielte er Waldpark im Langzeitmarkt zum Kurs von 410:10 Sieg/Platz, erhält im Sieg-Fall nach der Cox Plate mehr als 100.000 Australische Dollar!

„Die Formen aus Deutschland sind für uns immer schwer zu lesen, aber die Wette zeigt, dass man auch in Australien eine hohe Meinung von Waldpark hat. Wir haben seinen Kurs nach dieser Wette natürlich auf deutlich gekürzt“, heißt es von Buchmacher-Seite in Australien. Der Dubawi-Sohn Waldpark wird mittlerweile von Anthony Freedman trainiert und soll gezielt auf das 2000 Meter-Rennen während des Carnivals vorbereitet werden.

Als neuer Besitzer des Derbysiegers aus der Zucht des Gestüt Ravensberg zeichnet seit wenigen Monaten bekanntlich Australian Bloodstock verantwortlich. Dieses sicherte sich nun auch Waldparks Iffezheimer Derby Trial-Runner-Up Sommernachtstraum, der nach einem Quarantäne-Aufenthalt in Newmarket Ende August nach Australien fliegen wird.

Der fünfjährige Shirocco-Sohn gewann am Prix Jean Prat-Tag vor knapp zwei Wochen unter Maxime Guyon ein kleines Rennen über 3000 Meter. Sommernachtstraum wird Down Under für Australian Bloodstock in Partnerschaft mit seinen Vorbesitzern Lars-Wilhelm Baumgarten und Sebastian Weiss antreten, die weiterhin 50% an dem Hengst halten.

Als Trainer von Sommernachtstraum ist Kris Lees vorgesehen, der mit Salon Soldier bereits den jüngeren Bruder von Sommernachtstraum in seinem Stall hat. Der Soldier Hollow-Sohn aus der Zucht des Gestüt Wittekindshof, der in Deutschland die Derby-Siegfarben von Lucky Speed trug, hat sich bestens in seiner neuen Heimat eingelebt. Als großes Ziel von Salon Soldier wurde stets der Caulfield Cup auf Gruppe I-Level genannt.

Einen hervorragenden Tag hatten die Ex-Deutschen Down Under bereits am vergangenen Samstag. Mit Secessio und Eigelstein gab es gleich einen Doppelschlag in Rosehill Gardens zu verzeichnen. Für den Königstiger-Sohn Secessio, in Deutschland immerhin Sieger im Iffezheimer Derby-Trial, war es beim fünften Australien-Start der erste Sieg, nachdem er zuvor stets platziert gelaufen war. Am Samstag siegte der Fährhofer in einem mit umgerechnet 85.000 Euro dotierten Handicap über die Derbydistanz.

Ebenfalls auf Handicap-Level schlug der Ebbesloher Eigelstein zu, der in einer ebenfalls mit rund 85.000 Euro dotierten Prüfung über 1500 Meter zum Zuge kam. Der Dubawi-Sohn wird wie Secessio von Chris Waller trainiert, der mit dem Schlenderhaner Illo im Rahmenprogramm zudem Platz zwei belegen konnte.

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