Ka Ying Rising ist die Sprint-Sensation unserer Zeit. Der von David Hayes trainierte Shamexpress-Sohn gewann am Sonntag den Gruppe I Centenary Cup in Sha Tin und damit sein 17. Rennen in Serie. Die Siegesserie von Silent Witness – egalisiert. Mit dem Erfolg vom Sonntag steht Ka Ying Rising, der in Neuseeland von Fraser Aurets Grandmoral Lodge Racing gezogen wurde, bei einer Gewinnsumme von umgerechnet 14.298.364 Euro. Eine unfassbare Zahl, zumal wenn man bedenkt, wie bescheiden alles einst angefangen hatte.
Denn Ka Ying Risings Mutter Missy Moo (Per Incanto) kostete 2014 als Jährling einst schlappe 500 NZD (nach heutigem Wert 252 Euro), gekauft von Trainer Fraser Auret im Auftrag eines Kunden. Unter der Regie von Fraser gewann Missy Moo fünf Rennen, obwohl sie an arthritischen Gelenken litt.
„Fraser wusste, dass sie viel Potenzial hatte“, erinnerte sich Rodney Schick, der Gestütsleiter des Windsor Park Studs, der Heimat von Shamexpress, in einem Ende September 2025 in der Racing Post erschienenen Artikel. „Er hat sie wirklich gut gemanagt, damit sie das leisten konnte, was sie geleistet hat. Er war tatsächlich der Meinung, dass sie Gruppe I-Qualität hatte, also sagte er: ‚Okay, ich werde sie zur Zucht einsetzen.‘“
Also buchte Auret für Missy Moo einen Sprung zum damals zehnjährigen Hengst Shamexpress. „Alle Paarungen sind ein Glücksspiel, aber diese war ein ganz besonders Glücksspiel“, so Schick, denn Neuseeland ist nicht gerade berühmt dafür, Sprinter wie Shamexpress zu züchten. Vielmehr liegt das Hauptaugenmerk dort auf Stehern. Doch was als Glücksspiel begann, sollte sich in den nächsten Jahren als wahrer Glücksgriff erweisen.
Am 3. September 2020 brachte Missy Moo einen Hengst zur Welt: Ka Ying Rising, der im Dezember 2023 sein erstes Rennen gewinnen konnte. Es folgten zwei zweite Plätze, ehe sein unaufhaltsamer Aufstieg mit bis hierin 17 Siegen en suite begann. Und die Geschichte, die mit einer Investion von 500 Dollar begann, ist noch nicht auserzählt.













