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Super-Stute tritt ab und der Hall of Fame-Trainer weinte!

„Sie ist sicher die beste Stute, die ich jemals trainiert habe.“ Worte aus dem Mund eines der besten Trainer, den die Turfwelt je gesehen hat. Bobby Frankel war am Samstag voll des Lobes. Und was hätte es für eine Quote darauf gegeben, dass der große Frankel nach einem Gruppe I-Sieg noch einmal weinen würde. Nach den mit 750.000 US-Dollar dotierten Beldame Stakes war das im Belmont Park tatsächlich der Fall.

Denn seine Ausnahme-Stute Sightseek beendete standesgemäß ihre 20 Rennen umfassende Karriere. Leicht mit 2 ¾ Längen Vorsprung fuhr die Distant View-Tochter ihren siebten Gruppe I-Sieg ein und schraubte ihre Gewinnsumme auf 2.445.219 Dollar.

Sightseek bleibt somit bei sechs Starts im Belmont Park ungeschlagen, gewann vor den Toren von New York City zuletzt mit über 11 Längen das Ruffian Handicap (Gruppe I). Den einzigen Wermutstropfen, den die Sightseek-Fans nach dem Sieg in Kauf nehmen mussten, ist, dass die Stute die Reise zum Breeders’ Cup, wie schon angenommen wurde, tatsächlich nicht antreten wird.

“Sie würde mit der Kursführung dieses Jahr nicht zurechtkommen. Ich wünschte, der Cup wäre in Belmont. Dann wäre es nur eine Formsache. So wird Sightseek nächste Woche ins Gestüt gehen“, bestätige Frankel die Pläne mit der Fünfjährigen, die neben ihren 12 Siegen sechsmal Zweite wurde und auf für sie zu engem Kurs in Santa Anita im letzen Jahr Breeders’ Cup-Vierte wurde.

Sightseek stammt im übrigen aus der Mutterlinie des neuen Ebbesloher Deckhengstes Royal Dragon und steht im Besitz von Khalid Abdullahs Juddmonte Farms, einer der weltweit erfolgreichsten Turf-Operationen überhaupt. In Europa steht er mit zwanzig individuellen Stakes-Siegern klar vor dem Darley Stud (zehn Sieger) auf der Pole Position.

(10.10.2004)