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Pinatubo höher eingestuft als Frankel

Die Spatzen pfiffen es gewissermaßen bereits von den Dächern, doch seit Dienstag herrscht Klarheit.

Der von Charlie Appleby für Godolphin trainierte zweijährige Pinatubo wurde nach seinem sensationellen Neun-Längen-Erfolg in den zur Gruppe I zählenden Goffs Vincent O‘Brien National Stakes am 15. September höher eingestuft als der legendäre Frankel, der seine Zweijährigen-Kampagne damals mit einem Rating von 126 abschloss. Pinatubos Rating: 128. Dream Ahead in der Saison 2010 und New Approach 2007 wurden ebenfalls so hoch eingestuft wie der am Ende seiner Karriere ungeschlagene Frankel. 1997 wurde Xaar mit 127 bewertet, während Celtic Swing 1994 mit einer Marke von 130 der letzte war, der höher eingestuft wurde als Pinatubo, der nun noch in den Dewhurst Stakes laufen soll. Danach wird das endgültige Jahres-Rating feststehen. Performt er dort nicht wie erwartet, kann das Rating durchaus noch einmal nach unten korrigiert werden. Aber natürlich kann es auch durchaus weiter steigen. Graeme Smith, der Handicapper der British Horseracing Authority, der das Rating festlegte, beschrieb den Shamardal-Sohn gerade als „den aufregendsten Zweijährigen, den wir seit langer, langer Zeit gesehen haben.“

Zu den Gründen seiner Einschätzung bezüglich des Ratings sagte Smith unter anderem: „Die Vincent O‘Brien National Stakes waren ein reell gelaufenes Rennen, daran bestand kein Zweifel. Er legte eine unglaubliche Zeit hin. Man wusste sofort, was hier Sache war. Auch im historischen Kontext deutete vieles auf Rating zwischen 128 und 129 hin und bei den 128 fühlte ich mich am wohlsten.“ Pinatubo kam in diesem Jahr bereits fünfmal an den Start. Fünfmal musste er keinen Gegner vor sich dulden. Vor seinem Gruppe I-Sieg gelang ihm bereits Treffer in den Qatar Vintage Stakes (Gr. II) und in den Chesham Stakes (LR). Frankel – nur das zum Vergleich – lief als Zweijähriger viermal und gewann zum Abschluss seiner ersten Saison die Dewhurst Stakes. Dies soll nun auch Pinatubo gelingen. Am 12. Oktober wird man es  sehen.

(26.09.2019)