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Peitschenmissbrauch - Luke Morris fordert härtere Strafen

Hierzulande ist der britische Rennsport, wenn es um Bestrafungen für gefährliche Reitweise oder übermäßigen Peitschengebrauch geht, bekannt dafür etwas liberalere Regeln an den Tag zu legen. Oft genug fällt dann der Spruch " In England wäre der niemals disqualifiziert wurden." 

Doch auch in Großbritannien werden die Stimmen immer lauter, die für einige Vergehen härtere Strafen fordern. Jetzt hat der englische Spitzenjockey Luke Morris, der in den letzten sieben Jahren stets mindestens 150 Siege im Rennsattel erreichte, sich im Zuge der Veranstaltung von Southwell am Samstag für härtere Bestrafungen bei Peitschenmissbrauch eingesetzt. 

Im siebten Rennen des Tages, einem Class 6-Handicap über 2437 Meter, musste sich Morris auf Sincerely Resdev in einem knappen Finish geschlagen geben. Mit einer Nase unterlag er Love Rat unter Theodore Ladd. Für Ärger sorgte dabei der übermäßige Peitschengebrauch von Ladd, der sich im Gegensatz zu Morris nicht an das in Großbritannien übliche Maximum von sieben Peitschenschlägen hielt, und sie im Finish weitaus öfter als es das Limit hergibt benutzte. Besonders pikant war die Situation dadurch geworden, dass Todd bereits wegen gefährlicher Reitweise und dem übertriebenen Einsatz der Peitsche im ersten Rennen für 12 Tage gesperrt wurde. So kamen sogar noch sieben Tage dabei, doch für Luke Morris, der sich später auf Twitter und am Sonntag gegenüber der Racing Post äußerte ist das nicht genug.

"Ich denke, dass wir Jockey uns alle mal verzählen können aber wenn jemand so oft auf das Pferd schlägt, dann ist es einfach nur Ignoranz den Regeln gegenüber. Es hinterlässt einen faden Beigeschmack für alle Trainer, Besitzer, die anderen Jockeys und die Wetter. Besonders wenn man bedenkt was vorher geschehen ist", so Morris gegenüber der Racing Post. Dazu lieferte eine Erklärung warum er sich an die Regeln hielt: "Ich hatte bereits das Limit erreicht. Ich hätte ein achtes Mal schlagen können, doch dann hätte ich eine zweitätige Sperre riskiert und bis zu 15 Ritte verlieren können. Das ist es nicht wert."

Der 30-jährige fügte hinzu, dass die Stewards im unteren Bereich (sprich bei einem oder zwei Schlägen mehr) etwas mehr Ermessungsspielraum zeigen könnten, dafür aber Jockeys die die Regeln weitaus stärker strapazieren, sehr hart bestrafen sollten. 

 

(31.12.2018)