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Onesto mit Speed zum Grand Prix de Paris-Sieg

Stephane Pasquier
Stephane Pasquier

Dieses Rennen ist für viele Turf-Fans in Frankreich das „offizielle Derby“, denn anders als der Prix du Jockey Club führt der Grand Prix de Paris, der am Donnerstag in ParisLongchamp entschieden wurde, über die traditionelle Derby-Distanz von 2400 Metern.

Dennoch fanden sich am französischen Nationalfeiertag lediglich sechs Kandidaten an der Startstelle der mit 600.000 Euro dotierten Gruppe I-Prüfung für die Dreijährigen. Darunter auch der Prix du Jockey Club-Zweite El Bodegon (James Ferguson). Während sein Bezwinger aus dem Derby, Aga Khans Vadeni, zuletzt in den Coral Eclipse Stakes brillierte, blieb man mit dem rechten Bruder des Gruppe I-Siegers Best Solution erst einmal im Kreise seiner Altersgenossen. Doch der einzige Gruppe I-Sieger im Feld – er gewann zweijährig das Criterium de Saint-Cloud – ging in einem vor dem Zug offenen Rennen unter Ioritz Mendizabal nicht etwa als Favorit auf die Reise, diese Rolle bis kurz vor dem Start der Derby-Fünfte Onesto (Fabrice Chappet/Stephane Pasqier) innen, ehe noch einmal Geld auf den späteren viertplatzierten Eldar Eladarov (Roger Varian/David Egan kam.

Und so ganz falsch lagen die Wetter nicht. Es war am Ende eben jener Onesto (4,3), ein Frankel-Sohn aus dem Besitz von Gerard Augustin-Normand, der sich nach einem Rennen auf Warten mit feinem Speed durchsetzen konnte, während El Bodegon für mehr als Rang drei nicht in Frage kam. Zwischen diesen beiden lief Smica Mille (Stéphane Wattel/Theo Bachelot), zuletzt Gruppe III-Sieger im Prix du Lys Longines, bei seinem ersten Auftritt auf Gruppe I-Ebene knapp geschlagen auf Rang zwei. Bis zu El Bodegon waren es dann schon zweieinhalb Längen.

Für Onesto, der im Mai den Prix Greffulhe (Gr. II) leicht für sich entscheiden konnte, war es der bislang größte Sieg seiner Laufbahn. 342.840 Euro wandern nun auf das Konto des Hengstes, der auch eine Nennung für den Prix de l’Arc de Triomphe besitzt. Dieser wird am 2. Oktober in Longchamp entschieden und führt bekannterweise wie der Grand Prix de Paris über 2400 Meter. Sollte er also im Arc antreten, dann tut er dies als Bahn- und Distanzsieger.

 

(14.07.2022)