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Iren fordern Favoriten Cloth Cap

Am Samstag steht mit dem Grand National das traditionell größte Wetträtsel der englischen National Hunt-Saison im Mittelpunkt der Karte von Aintree (zum Racebets-Langzeitmarkt). Statt mit 561.300 Pfund verdient der Sieger in diesem Jahr nur 375.000 Pfund, aber was ist schon Geld gegen ewigen Ruhm?

Das ist zumindest das Gefühl, mit dem eine ganze Reihe der Trainer und Besitzer ihre Schützlinge in das Gruppe III-Monsterhandicap über 6907 Meter schicken werden (zum pferdewetten.de-Langzeitmarkt). Seit Entschärfung einer Reihe von besonders schwierigen Hindernissen infolge einiger tödlicher Unfälle ist neben der Handicapmarke mehr denn je die Stamina ein entscheidender Faktor. Maximal 40 Pferde können in dem Rennen antreten, kaum mehr als zwanzig beenden das Rennen regelmäßig.

Favorisiert ist Jonjo O´Neills Cloth Cap unter Tom Scudamore als ungewöhnlich kurzer 5:1-Favorit. Allerdings besitzt der neun Jahre alte Beneficial-Sohn so alle Attribute, die man von einem Grand National-Favoriten auch erwarten darf. Obwohl er im November ein Gruppe III-Handicap über dreieinviertel Meilen gewonnen hat und frischer, souveräner Listensieger vor Monatsfrist war, trägt er ein moderates Gewicht und ist auf weichem wie gutem Boden effektiv – nur nicht allzu sumpfig darf es für ihn werden, aber danach sieht es auch nicht aus. Mit neun Jahren hat das erfahrene Handicap-Pferd auch das passende Alter eines durchschnittlichen Siegers der letzten Jahre.

Willie Mullins´ Burrows Saint steht mit 9:1 als zweiter Favorit immer noch einstellig am Wettmarkt. Wenn man sich die Übermacht der Iren beim diesjährigen Cheltenham Festival vergegenwärtigt, dann mag das allein schon ein Argument sein. Gruppe III-Zweiter war der acht Jahre alte Saint des Saints-Sohn zuletzt Ende Februar in Fairyhouse in einem ebenfalls über weite 5000 Meter führenden Handicap. Fantastisch aufgestellt für das Rennen ist natürlich mal wieder der englische Besitzer John P. McManus, der im Wettmarkt mit dreien seiner Pferde betreut von drei verschiedenen Trainern gleich die Plätze drei bis fünf einnimmt: der Ire Ted Walsh sattelt Any Second Now, der zuletzt Mitte März mit zehn Längen ein Gruppe II-Rennen in Navan gewann – allerdings über zwei Meilen. Wenn er nicht in Frühform war, spricht allerdings dennoch seine deutlich schwächere Bilanz über die Distanzen jenseits der drei Meilen nicht ganz so sehr für ihn.

Vielleicht ist Henry De Bromheads zuletzt zweimal als Handicap-Runner up platzierter Minella Times unter Shooting Star Rachael Blackmore als echtes Leichtgewicht attraktiver, zumal der acht Jahre alte Oscar-Sohn drei Meilen im Griff hat und weitgehend bodenunabhängig ist. Der einzige in England trainierte McManus-Cofavorit ist Tom Laceys Kimberlite Kandy, der Anfang Dezember Runner-up in einem Grand National-Trial in Aintree war hinter David Pipes damals überlegenem Sieger Vieux Lion Rouge. Dieser zwölf Jahre alte Oldie nimmt als Außenseiter zum vierten Mal am Grand National teil. 

Ein Blick auf einen Außenseiter im Feld werfen wir auch: Richard Hobsons Lord Du Mesnil unter Nick Schofield, ein acht Jahre alter Saint des Saints-Sohn, der zuletzt ein Gruppe III-Handicap in Haydock Mitte Februar über dreieinhalb Meilen gewann und als 34:1-Chance gutes Each-Way-Geld verspricht.

(08.04.2021)