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Erster Sieg für Juddmonte im Kentucky Derby?

Am Samstag findet das Kentucky Derby statt. Ein Rennen, das man nicht unbedingt mit Khalid Abdullah’s Juddmonte Farm verbindet. Eigentlich unglaublich bei einer so erfolgreichen Zuchtstätte, die weltweit operiert und exzellente Pferde hervorbringt.

Am besten lief es in den USA mit Trainer Bobby Frankel, zu dessen Juddmonte Stars auch die Stuten Honest Lady und Toussaud gehörten. Beide findet man im Pedigree von Wood Memorial-Sieger Tacitus, die diesjährige Derby-Hoffnung in den Juddmonte-Farben.

Tacitus wird erst das fünfte Pferd sein, das für Khallid Abdullah im Run for the Roses antritt. Eltish wurde im Jahr 1995 Sechster, Aptitude (2000) und Empire Maker (2003) liefen auf den zweiten Rang. Bobby Frankel haderte seinerzeit mit dem Rennverlauf von Aptitude und war sich sicher, dass er Fusaichi Pegasus hätte schlagen können. Nach 15 Jahren sah man letztes Jahr wieder einen Starter von Abdullah: Hofburg wurde Siebter zum späteren Triple Crown-Sieger Justify.

Juddmonte ist eine Zuchtstätte, die auf Qualität und nicht Quantität setzt. Gute Turf-Stuten von der amerikanischen Farm werden nach England zu Frankel und Kingman geschickt. Die Stuten sollen „am richtigen Platz sein“, wie Garett O’Rourke, Juddmontes Manager in Nordamerika, anmerkte.

Tacitus Mutter ist keine geringere als Close Hatches, die nicht nach Europa geschickt wurde, da sie eine der erfolgreichen Stuten auf Dirt war. Er ist das erste Fohlen der mehrfachen Grade I-Siegerin.

Am Samstag wird sich zeigen, ob Juddmonte den ersten Kentucky Derby-Sieger im Stall hat. In einem Rennen mit 20 Pferden kann es schon mal ruppig zugehen, auch da macht sich O’Rourke keine Sorgen, denn im Wood Memorial musste der Tapit-Sohn bereits einen Rempler einstecken und ließ sich mental nicht aus der Ruhe bringen. Vielleicht hilft es ja - im Wettmarkt ist er auf jeden Fall im erweiterten Favoritenkreis zu finden.

(30.04.2019)