News

Wer wird Amerikas Pferd des Jahres?

Foto: Breeders Cup (Kaz Ishida/Eclipse Sportswire)
Foto: Breeders Cup (Kaz Ishida/Eclipse Sportswire)

Eine Frage, die in diesem Jahr heiß diskutiert wird. Wer hätte das im Juni gedacht, als ein gewisser Justify die Triple Crown gewann. Die meisten Fans – und nicht nur die in den USA – dachten, das Rennen um den begehrten Titel sei damit entschieden. Doch weit gefehlt. Im Laufe des Jahres hat sich Accelerate in die Herzen der Fans und auch in die Köpfe der Fachleute galoppiert.  Im Gegensatz zum dreijährigen Justify, der längst seine Karriere beendet hat und nach den Belmont Stakes kein Rennen mehr bestritt, ist der fünfjährige Accelerate noch im Training. Derzeit bereitet sich der Lookin At Lucky-Sohn auf den letzten Start seiner Karriere vor. Der Pegasus World Cup im Januar ist das letzte große Ziel (zum Langzeitmarkt).

Im Gegensatz zu Justify ist Accelerate nicht ungeschlagen, aber in diesem Jahr bei sieben Starts sechs Mal als Erster über die Ziellinie gekommen und einmal als Zweiter. Fünf Mal war er dabei auf Gruppe I-Level erfolgreich, darunter im Breeders‘ Cup Classic, das wichtigste Rennen in den USA, wenn man die klassischen Triple Crown-Rennen außen vor lässt.

Für Bob Baffert, der Justify zum größten Erfolg, den ein dreijähriges Pferd erzielen kann, führte, ist natürlich klar, dass sein ehemaliger Schützling den Titel „Pferd des Jahres“ verdient hat. Laut Baffert gibt es jedes Jahr einen Breeders‘ Cup-Sieger aber keinen Triple Crown-Gewinner. Zugute halten muss man beiden Seiten, dass es ein fairer Schlagabtausch ist. John Sadler verliert ebenso wenig ein schlechtes Wort über den Gegner, wie Bob Baffert. Beide konzentrieren sich auf die Erfolge ihrer Pferde.

Vielleicht ist der Jahrgang der Dreijährigen in diesem Jahr auch nicht so überzeugend wie im Jahr von American Pharoah. Der bekanntlich nicht nach der Triple Crown aufhörte und auch noch den Breeders‘ Cup gewann. Justify hat zwar Geschichte geschrieben, ab vielleicht fehlt in den Köpfen eben doch ein weiteres Rennen nach der Triple Crown, um zu beweisen, dass er wirklich einer der ganz großen Helden ist. Am 24. Januar werden wir wissen, wer nun Amerikas Pferd des Jahres ist.

(19.12.2018)