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Al Boum Photo sorgt für ersten Mullins-Gold-Cup

„It’s Gold Cup Time“. Am Freitag war es im britischen Cheltenham so weit. Die Gruppe I-Prüfung - dotiert mit 625.000 Pfund - über 5294 Meter der Jagdbahn, das Highlight des Festivals, stand zur Entscheidung. Und endlich durfte auch einmal Willie Mullins in diesem Rennen jubeln. Zwar hat der irische Meistertrainer schon so ziemlich jedes Rennen gewonnen, doch der Gold Cup fehlte ihm noch. Sechs war mal er Zweiter, jetzt der große Triumph mit dem 13,0-Außenseiter Al Boum Photo.

Als es um den letzten Bogen ging war der spätere Sieger, der immer in guter Position war, gleich zur Stelle. Zuvor sah man die beiden Erstplatzierten des Vorjahres, Native River und Might Bite, an der Spitze. Diese Beiden hatte mit Erreichen der Zielgeraden dieses Jahr aber schnell ausgespielt. Stattdessen wurde nun der siebenjährige Buck’s Boum-Sohn Al Boum Photo unter Paul Townend immer zwingender. Dahinter probierte Bristol del Mai zwar direkt nachzusetzen, doch letztlich musste der Schimmel auch noch den Vorjahres-Dritten Anibale Fly vor sich dulden. Auch für Paul Townend war es der erste Sieg im Cheltenham Gold Cup.

"Wir freuen uns natürlich sehr endlich einen Gold Cup gewonnen zu haben, insbesondere freue ich mich natürlich für Paul Townened, der seit  so vielen Jahren für uns reitet. Ich glaube ich hatte mich über die Jahre an die Enttäuschung gewöhnt, niemals einen Gold Cup zu gewinnen. Generell kann man ja nur sagen dass der Rennsport sehr gut zu mir war und dass wir auch eine tolle Bilanz in Cheltenham haben, im Champion Hurdle zum Beispiel. Man fängt dann auch an zu überlegen, ob es vielleicht an unserer Trainingsweise liegt, dass das eher Zwei-Meilen-Pferden entgegenkommt als Langstrecken-Pferden – obwohl wir ja auch das Grand National schon gewonnen haben. Jetzt können wir sagen, dass es vielleicht bislang doch nur Pech war", so Mullins gegenüber GaloppOnline.de

Zuvor gab es im zur Gruppe I zählenden Albert Bartlett Novices' Hurdle über 4822 Meter eine faustdicke Überraschung, als sich mit Henry de Bromheads Minella Indo ein 51,0-Außenseiter durchsetzen konnte. Unter Rachael Blackmore, eine der führenden britischen Hindernisreiterinnen, setzte sich der sechsjährige Beat Hollow-Sohn in einem packenden Finish gegen den Favoriten Commander Of Fleet durch. Mit Abstand folgte Allaho auf dem dritten Platz. Für den Sieger war es erst der dritte Start auf der Hürdenbahn. Zuletzt wurde er auf Gruppe III-Ebene Zweiter zu Allaho. 2018 gewann er sein bis dato einziges Rennen. Es war eine Point-to-Point-Prüfung in Dromahane.

(15.03.2019)