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Txope schießt Guineas-Tor für Griezmann

Txope

Man wusste, dass es gegen das Trio der Gäste für die deutschen Pferde nicht einfach werden würde in den Wempe 102. German 1.000 Guineas. Die Wetter hatten die von Harry und Roger Charlton trainierte Jumbly (Kieran Shoemark) auf den Favoritenschild gehoben, und auch Simon und Ed Crisfords Fast Attack hatte man unter Adrie de Vries gute Chancen eingeräumt. Der Sieg ging allerdings nicht auf die Insel, sondern aus Frankreich, von wo die von Philippe Decouz in Chazey-Sur-Ain trainierte Txope angereist war (zum Video).

Die Siyouni-Tochter, die im vergangenen Jahr mit dem Listensieg im Winterkönigin-Trial in Köln bereits ihre Vistenkarte in Deutschland abgegeben hatte, war mit bereits elf absolvierten Rennen das am meisten geprüfte Pferd im Feld. Doch die Braune zeigte unter Aurelien Lemaitre nicht nur, dass sie hart ist, sondern auch, dass sie Klasse hat. Leicht, mit einer dreiviertel Länge Vorsprung, setzte sich die im Besitz von Fußball-Weltstar Antoine Griezmann stehende Dreijährige in dem mit 125.000 Euro dotierten Gruppe II-Rennen über 1600 Meter gegen Gestüt Karlshofs Mylady (Markus Klug/Andrasch Starke) durch, hinter der nur einen Hals zurück Dishina (Peter Schiergen/Maxim Pecheur) Platz drei belegte, und eineinviertel Längen zurück Jean-Pierre Carvalhos Mythicara (Alexander Pietsch) die Viererwette, die 11.982,9:1 zahlte, komplettierte.

Von den hoch gehandelten englischen Gästen war am Ende nicht viel zu sehen. Fast Attack wurde Fünfte, und die 3,4:1-Favoritin Jumbly, mit der es Jockey Kieren Shoemark aus der ungünstigen äußeren Box aus der Reserve versuchte, konnte sich nur noch auf Rang sechs vorarbeiten. "Das ist ein ganz besonderer Moment für mich und auch für den Trainer und Besitzer. Das ist eine eisenharte Stute, und sie hat sich auch noch einmal sehr verbessert", so Siegreiter Aurelien Lemaitre nach dem Sieg mit der Siyouni-Tochter.

(12.06.2022)