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Trauer um Lester Piggott: Jockey-Legende stirbt mit 86

Der größte Jockey aller Zeiten im internationalen Rennsport lebt nicht mehr. Im Alter von 86 Jahren ist Lester Piggott in einem Schweizer Krankenhaus verstorben.

Der Galopprennsport trauert um seinen berühmtesten Aktiven, dessen Erfolgszahlen magisch sind und der schon zu Lebzeiten Legendenstatus erlangt hat. Piggott war in der vergangenen Woche ins Krankenhaus eingeliefert worden und nachdem es noch am Samstag hieß, Anfang der Woche werde er dieses wieder verlassen, hat er seinen letzten Kampf nun verloren.

Piggott hat im Rennsattel in seiner Karriere weltweit mehr als 5300 Sieger geritten, davon 4493 in England. Er gewann sage und schreibe neunmal das Englische Derby und 1970 gelang ihm mit Nijinsky ein Sieg in der Triple Crown.

Als Piggott seinen ersten Sieger ritt, war er 12 Jahre alt. Am 18. August 1948 siegte The Chase in Haydock. Mit 12 ein offizielles Rennen zu gewinnen wäre heute undenkbar. 1994 endete die große Karriere, in der er elfmal das englische Jockey-Championat gewann.

Das Deutsche Derby gewann Lester Piggott dreimal: Orsini (1957), Fanfar (1963) und Luciano (1967) gewannen mit ihm das Blaue Band in Hamburg. Dreimal war er auch im Prix de l’Arc de Triomphe der Siegreiter: Rheingold (1973) und Alleged (1977, 1978) siegten in Paris.

Die Rekordzahl von 30 Siegen in britischen Klassikern sind eine weitere markante Zahl in der Karriere des Jockeys, der 1985 seine Karriere erstmals beendete, Trainer wurde (61 Siege), dann wegen Steuerhinterziehung ein Jahr ins Gefängnis musste. Es folgte das wohl unglaublichste Comeback der Rennsportgeschichte. Unvergessen in der Zeit nach dieser Rückkehr in den Rennsattel ist vor allem der Breeders Cup-Sieg mit Royal Academy.

Einen ausführlichen Nachruf auf Lester Piggott lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben der Sport-Welt.

 

(29.05.2022)