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Toskana Belle in Rekordzeit neue Diana-Siegerin

Diese Nachnennung hat sich dann mal so richtig gelohnt. Für 50.000 Euro nachgenannt, 300.000 Euro Rennpreis kassiert – Toskana Belle ist die neue Königin der Stuten im deutschen Turf (zum Video).

Die von Andreas Wöhler trainierte Shamalgan-Tochter sicherte sich am Sonntag auf der Düsseldorfer Rennbahn den Sieg im 164. Henkel Preis der Diana. Und wie! In der neuen Rekordzeit von 2:11,21 Minuten war sie nach 2200 Metern im Ziel und erreichte mit Kopf-Vorteil den rettenden Hafen gegen die heranrauschende Röttgener Stute Wagnis (Adrie de Vries).

Dritte wurde Mylady unter Lukas Delozier, die in der Geraden groß auftrumpfte, der dann aber der Weg doch einen Tick zu weit wurde. „Wir laufen jetzt nur noch auf maximal 2000 Metern“, sagte Holger Faust für das Gestüt Karlshof.

Ein richtig starkes Rennen mit einer tollen Siegerin. Für Trainer Andreas Wöhler war es der sechste Diana-Sieg! Er hat nach dem Sieg mit Palmas im letzten Jahr den Titel sogar verteidigt. Martessa 1991, Feodora 2014, Turfdonna 2015, Serienholde 2016, Palmas 2021 und nun Toskana Belle 2022 – Andreas Wöhler ist der Spezialist für diesen Stutenklassiker auf dem Grafenberg.

Kerrin McEvoy übernahm mit Toskana Belle schnell das Kommando, machte sich das Rennen selbst und das war am Ende auch die goldrichtige Taktik. Eingangs der Geraden schon deutlich in Front, zog die Stute aus der Zucht der Ecurie Normandie Pur Sang von Simon Springer immer weiter. So sehr sich Wagnis auch mühte, der Pfosten stand goldrichtig.

Australian Bloodstock ist der dritte Besitzer der neuen Diana-Siegerin, die zwischenzeitlich für den Stall Piccadilly von Olaf Profft lief, nach einem Listensieg über 1600 Meter in Düsseldorf dann an Australian Bloodstock verkauft wurde.

Ronald Rauscher, in Deutschland der Racing Manager für die australischen Besitzer, war nach dem Sieg entsprechend happy. „Ein toller Erfolg des gesamten Teams“, so Rauscher, „für Austalian Bloodstock ist es nach Salomina und Turfdonna die dritte Diana-Siegerin!“

Salomina lief in der Diana noch in den Rennfarben des Gestüts Bona, Turfdonna schon in den Australian Bloodstock-Farben.

Was Trainer Andreas Wöhler und Jockey Kerrin McEvoy nach dem Rennen sagten, lesen Sie hier.

Die Favoritin Toy spielte unter Ryan Moore keine Rolle, landete nur auf Rang sieben. Vor ihr kamen als Vierte Mountaha, als Fünfte Nachtrose und als Sechste Narmada ins Ziel.

 

(08.08.2022)