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STORY: ALBUM

Es gibt Sportpublikationen, die zum Ende eines jeden Rennjahres einfach ein fester Bestandteil sind. Zu denen zählt das „Album des deutschen Rennsports“, das nun bereits seit 112 Jahren auf dem Markt erscheint und so gesehen für die Freunde des Galopprennsports Jahr für Jahr unter dem Weihnachtsbaum gehört wie die Krippe mit der heiligen Familie.

Die bewegendsten Momente der Turfsaison, die klassische Chronik lässt sie wieder einmal in großem Umfang Revue passieren. Kenntnisreiche Stories der verschiedendsten Sparten. Alle Zahlen und Daten aus dem In- und Ausland, die eigentlich jeder Galoppsportfan kennen sollte und auf die man auch nach Jahren immer wieder gerne zurückgreift, sind angereichert mit einer Fülle großartiger Bilder und auf insgesamt 180 Seiten verfasst.

Neben den verantwortlichen Redakteuren Daniel Delius und Peter Scheid haben Kurt Bayer, Guido Göbel und Michael Hähn die Texte geschrieben. Für das Editorial konnte Bernhard Prinz von Baden gewonnen werden, wobei die Botschaft des Baden-Badener Club-Präsidenten nicht überraschend auf Deutschlands Galopprennstätte Nummer eins gewichtet ist.

Sie waren so erfolgreich wie noch nie und letzten Endes ein wahrer Exportschlager Made in Germany. Die großen Siege jenseits der Grenzen hat Peter Scheid im ersten Kapitel des Album ausführlich unter die Lupe genommen. Es ist nicht übertrieben, wenn gefragt wird, wer kennt noch die Namen, zählt die Gruppe- oder Listensiege der in Deutschland trainierten Pferde im Ausland auf? Allein, dass die Bebilderung dieser Story ausschließlich den Gruppe-I-Heroen gewidmet ist, beweist, wie erfolgreich 2004 jenseits der Grenzen operiert wurde. Von Paolini bis Soldier Hollow - so könnte dieser Bogen auch genannt werden.

Die Zweijährigen, die hier auf unseren Bahnen bereits im ersten Jahr unter Rennseide Großes geleistet haben, stehen auf den folgenden Seiten in einem Bilderbogen im Focus. Nicht berücksichtigt wurden dabei die Vertreter des jüngsten Jahrgangs, die schon zu Gruppe-Lorbeer kamen, denn diese werden in der „Champions League“ später im Buch genauer unter die Lupe genommen. Oder wie im Falle Paita im Bericht über die großen Auslandserfolge deutscher Pferde.

Es war das Jahr der Familie Ullmann und somit des Gestüts Schlenderhan, folgerichtig lautet auch entsprechend die „Headline“, die über der Geschichte unseres ältesten Privatgestüts steht. Zusammen mit Fotograf Marc Rühl war Daniel Delius an einem wunderschönen Spätherbsttag zu Gast in Quadrath-Ichendorf. Der Heimat u.a. des diesjährigen Derby-Siegers Shirocco (Foto), der klassischen Siegerin Amarette oder des Gran Criterium-Triumphators Königstiger.

„Forsche Hindernisjugend“ - zu diesem Fazit kam Guido Göbel bei seinem Streifzug durch die diesjährige Szene im Hindernissport. Zudem gibt er den Liebhabern dieser Sportart den Tipp, einen zweiten Wohnsitz in Italien anzumelden, denn in der Regel treten mittlerweile Deutschlands Hinderniscracks in Mailand, Rom, Pisa oder Meran an.

Zu einer Weltmeisterschaft reichte es in diesem Jahr nicht ganz, doch die Europameisterschaft der Amazonen ging durch Vanessa Rodenbusch nach Deutschland. Kurt Bayer hat sich zudem im Kapitel: „Ein Tusch für Vanessa Rodenbusch“ mit dem Führungswechsel im Lager des Amateursports beschäftigt.

„In Memoriam“ darf - so leidvoll dieses Kapitel auch ist - in dieser Jahreschronik nicht fehlen. Die Aufzählung derjenigen, die teils ihr Leben lang sich dem Galopprennsport gewidmet hatten und uns nun für immer verließen, ist wie in jedem Jahr ohne Anspruch auf Vollzähligkeit.

Natürlich bleibt kein einziges Finish schuldig, wenn die große Palette „Champions League“ aufgeschlagen wird. Sämtliche 48 Gruppe-Rennen werden analysiert, angereichert mit prächtigen Bildern und einem Personen- bzw. Beziehungselement aus dem Kreis des Siegerteams. Den bedeutenden Meetings in Baden-Baden und Hamburg wie auch die Prüfungen auf höchstem Gruppe-Level gebühren darüber hinaus Extraseiten.

Garniert werden die Geschichten im Album des deutschen Galopprennsports von Szeneseiten, die einen bunten Bogen über die Geschehnisse abseits vom grünen Rasen spannen. Und natürlich verdient der Statistikteil über deutschen Gruppe-Rennen - allesamt mit dem Pedigree der Sieger - und Listen-Rennen sowie europäische Gruppe-Rennen, teils bebildert, einen besonderen Hinweis.

Durch eine Umstellung in der technischen Eingaben sind die europäischen Gruppe-Rennen in zwei unterschiedlichen Eingaben verfaßt, der Inhalt ist selbstverständlich identisch. Vor allem höchst interessant für alle Züchter: Die „Hengsteparade“ ist wiederum die Plattform, auf der in- und ausländische Gestüte mit einer in diesem Jahr selten so groß gesehenen Auswahl ihre Stallions präsentieren.

Das „Album des deutsche Rennsports 2004“ - einmal mehr eine unverzichtbare Chronik einer bewegten Saison.

Die Bezugsquellen:
DSV Deutscher Sportverlag GmbH
Album des deutschen Rennsports 2004
Frankenwerft 35
50667 Köln
Te.l: 0221-2587111
Fax.: 0221-2587222
E-mail: vertrieb@sportverlag.de
www.sportverlag.de
Album des deutschen Rennsports 2004
188 Seiten, Format 22x30,4 cm
Leinenband mit Schutzumschlag
Preis: 50 Euro

(23.12.2004)