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Bad Doberan sucht Pächter für Rennbahngelände

Die Galopprennbahn in Bad Doberan-Heiligendamm steht vor einer ungewissen Zukunft.

Die Stadt sucht nun einen Pächter für das gesamte Gelände. Gleichwohl heißt es in einem nun veröffentlichten Interessenbekundungsverfahren: „Fortführung der Pferderenn-Tradition wäre wünschenswert.“

Die Stadt teilt mit: „Die Stadt Bad Doberan beabsichtigt das Gelände der traditionellen Galopprennbahn als multifunktionale Veranstaltungsfläche ab dem Jahr 2022 langfristig an einen Interessenten zu verpachten.“

Und weiter: „Es handelt sich bei dem zu verpachteten Areal um die älteste Galopprennbahn auf dem europäischen Kontinent. Das erste Galopprennen fand hier im März 1822 statt. In den letzten Jahrzehnten wurde diese Tradition durch den hiesigen Rennverein aufrechterhalten. Seit Oktober 2020 hat die Stadt Bad Doberan als Eigentümerin die Rennbahn übernommen. Regelmäßig stattfindende Flohmärkte, Gastspiele von Zirkussen und das Festival Zappanale prägten neben den Doberaner Renntagen in den vergangenen Jahren das Veranstaltungsprogramm auf dem Gelände. Die Rennbahn besteht aus einem 1,6 Kilometer langem Geläuf mit Grasbahn, dass einen 14 Hektar großen Innenraum umschließt. An der nordöstlichen Seite des Geläufes schließen weitere 3,8 Hektar an, die für Veranstaltungen genutzt werden können und mit Anschlüssen für die energetische Versorgung sowie Wasser- und Abwasseranlagen versehen sind. Die vorhandene Bausubstanz besteht aus kleineren mitunter baufälligen Baracken in Leichtbauweise. Im Jahr 2021 ist die Errichtung sanitärer Anlagen in Form von Containermodulen geplant. Zudem ist beabsichtigt, die Einfriedung der gesamten Fläche zu erneuern.Die Zufahrt zum Gelände erfolgt über eine im Jahr 2018 komplett neu asphaltierte Straße, die vom Kreisverkehr Richtung Heiligendamm über eine Länge von 750 Meter bis zum Eingang führt. Entlang dieser Zufahrtstraße sind unbefestigte Parkmöglichkeiten für ca. 1.300 PKW vorhanden. Im Jahr 2021 wird zudem mit dem Bau eines Baumwipfelpfads begonnen, der unmittelbar an das zu verpachtende Areal angrenzt und in dessen Zentrum ein 42 Meter hoher Aussichtsturm den Blick über die Wälder bis zur Ostsee freigibt.“

Nachfolgend die Datei der Stadt zum Download.

(19.01.2021)