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Sea of Sands nun alleiniger Derby-Favorit

1 und 2 im Derby: Sea of Sands und Lord Charming
1 und 2 im Derby: Sea of Sands und Lord Charming
Der von Jean-Pierre Carvalho für das Gestüt Höny-Hof trainierte Sea of Sands galt schon länger als ein ganz heißer Kandidat auf den Sieg im IDEE 152. Deutschen Derby. Und seit Sonntag ist er das erst recht. Denn mit einem Sieg im Wettstar.de - Derby-Trial in Hoppegarten brachte sich der Sea The Stars-Sohn ganz stark ins Gespräch für das "Blaue Band", das am 4.Juli in Hamburg-Horn ausgetragen wird.

In dem mit 33.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 2000 Meter kam der als 4,0:1-Chance gestartete Hengst mit Lukas Delozier im Sattel zu einem knappen Sieg mit einem Kopf-Vorsprung über den 3,9:1-Favoriten Lord Charming (Peter Schiergen/Bauyrzhan Murzabayev), hinter dem eindreiviertel Längen zurück der von Marcel Weiss trainierte Auenqueller Vallando (Adrie de Vries) Platz drei belegte. Vierter wurde dichtauf Wiesentau (Andreas Wöhler/Eduardo Pedroza) vor Santorini (Dominik Moser/Wladimir Panov), der im Finish sehr unglücklich war. Zehn Pferde waren an den Start gegangen.

In einem nicht allzu schnell gelaufenen Rennen sicherte sich der Außenseiter Sporting zunächst die Spitze gefolgt von Prairie Snake, Lord Charming und Santorini, dahinter sah man zunächst Dolcetto, Vallando, Eaststorm, Sea of Sands, am Ende das Wöhler-Duo, bestehend aus Icamparo und Wiesentau.

Aus dem erweiterten Favoritenkreis war Dolcetto, der am Ende Siebter wurde, als einer der Ersten schon recht zeitig in Schwierigkeiten. In der Zielgeraden erfolgten recht bald die Angriffe von Santorini außen, und Lord Charming weiter innen, der neben Sporting an der 400 Meter-Marke zur Stelle war. Der spätere Sieger Sea of Sands wurde im Einlauf auch bald von Lukas Delozier eingesetzt, brauchte aber ein wenig, um auf Touren zu kommen, und musste etwa 300 Meter vor dem Ziel noch einmal kurz die Spur wechseln, um außen von Santorini anzugreifen.

Sea of Sands wurde immer stärker, etwa 150 Meter vor dem Ziel, hatte er den vollen Schwung, und ging an Lord Charming vorbei, wobei er allerdings nicht ganz gerade blieb, was zu Lasten von Santorini ging, für den es zwischen den beiden Konkurrenten zu eng war, und der somit einen Stopp hinnehmen musste, der ihm wohl einen besseren Platz gekostet haben dürfte. Die Rennleitung überprüfte auch den Ausgang des Rennens, beließ es aber bei der ursprünglichen Platzierung. Vallando kam als Dritter innen noch gut auf, schaffte den Sprung in die bessere Klasse auf Anhieb, und auch Wiesentau konnte sich vom letzten Platz noch fein bemerkbar machen. (zum Video)

"Er hat sich im Führring etwas geladen präsentiert, war ein bißchen nervös, deshalb war ich etwas skeptisch. Wir hatten eine schlechte Startnummer, mussten deshalb hinter den vorderen Pferden gehen. Das Rennen wurde unregelmäßig gelaufen. Lukas hat alles im Blick gehabt und hat gut geritten. Das heute ist natürlich nicht das Hauptziel gewesen, er ist noch etwas unreif und muss noch ein bißchen lernen. Ich denke, dass wir vor dem Derby noch in der Union laufen werden", so Siegtrainer Jean-Pierre Carvalho nach dem Rennen. "Ich habe mit dem Trainer vorher besprochen, dass ich mit ihm diesmal nicht vorne gehen soll, wie zuletzt in München", so Siegjockey Lukas Delozier nach dem Rennen.

Die beiden großen deutschen Internet-Wettanbieter Racebets.com und Pferdewetten.de reagierten nach dem Rennen sofort, und installierten den Carvalho-Schützling beide zu einem Festkurs von 7,5:1 als alleinigen Derby-Favorit. (zum Langzeitmarkt)

(23.05.2021)