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Riesenwirbel um ausgefallenes Revelstoke-Rennen

Für Riesenwirbel sorgt aktuell die Absage eines Rennens für Dreijährige am Sonntag in Köln. In diesem sollte Australian Bloodstocks Revelstoke seinen Jahreseinstand geben, mit nur vier Startern bei der Vorstarterangabe fiel das Rennen nun dem Rotstift zum Opfer.

Unter dem Titel „Der deutsche Rennsport erreicht neuen Tiefpunkt“ hat Australian Bloodstock dem Ärger über die Absage via Twitter Luft gemacht. „Schändliches Verhalten“ sei das und es wird zwischen den Zeilen gesagt, dass das Rennen bei Verzicht auf Preisgeld wohl stattgefunden hätte.

Der Tweet schlägt gerade auch international Wellen. Das Grundproblem der Absage von Rennen mangels Startern ist kein altes, für die Planungssicherheit der Karriere von Rennpferden ist das in der Tat oftmals ein Ärgernis. Zumal international Rennen, wenn ausgeschrieben, in aller Regel egal unter welchen Konstellationen stattfinden.

Eckhard Sauren, Präsident des Kölner Rennvereins, bestätigt die Absage, widerspricht indes Vermutungen, man habe nicht versucht, das Rennen durchzuführen: „Mit Revelstoke als Gegner war von vornherein klar, dass dieses 1400 Meter-Rennen nicht mit vielen Pferden besetzt sein würde. Wir sind deshalb proaktiv an die Sache herangegangen. Wir haben klar zum Ausdruck gebracht, dass wir zur Durchführung Unterstützung brauche, finanziell oder über weitere sichere Starter. Nach ersten positiven Signalen, dass das möglich sei, waren wir guter Dinge, sind nun über die Tweets und Postings überrascht.“

Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Rennvereins, ergänzt: „Herr Rauscher hat uns als Vertreter von Australian Bloodstock gestern signalisiert, dass keine Unterstützung kommen wird.“

Revelstoke war im Vorjahr Dritter im Gran Criterium in Mailand (Zweiter damals Quest The Moon), hat ein GAG von 92 Kilo und sollte das Rennen in Köln als Aufgalopp für den Start im klassischen Mehl-Mülhens-Rennen bekommen.

Über das Grundproblem, Rennen ausfallen zu lassen, die ausgeschrieben sind, wird man nun vermutlich noch einmal sehr verstärkt nachdenken.

(30.04.2019)