News

Preis von Europa in Köln - Das sind die Starter

Chef-Handicapper Harald Siemen hat es auf den Punkt gebracht: „Wir können uns wohl auf den interessantesten Preis von Europa seit Jahren freuen.“ Am Sonntag ist es soweit, dann beginnt der spannende Endspurt in der German Racing Champions League in diesem Event: Das drittletzte Rennen der elf Top-Prüfungen in sechs deutschen Turf-Metropolen umfassenden Rennserie 2019 ist der absolute Saisonhöhepunkt auf der Galopprennbahn in Köln: Im 57. Preis von Europa (155.000 Euro, 2.400 m) wird der vorletzte Gruppe I-Sieger des Jahres gesucht (zum Langzeitmarkt)

Wieder einmal reisen starke Gäste aus England an. Allen voran der im Besitz von Godolphin, dem Super-Stall von Dubai-Herrscher Scheich Mohammed, stehende Best Solution (Pat Cosgrave). Dieser Klassehengst brachte 2018 das Kunststück fertig, mit dem Großen Preis von Berlin und dem Großen Preis von Baden gleich zwei deutsche Champions League-Rennen zu gewinnen. Sein etwas schwächeres und spätes Saisondebüt sollte man nicht überbewerten.

Aber auch Roger Charltons Aspetar (Jason Watson), der Katar-Scheich Mohammed bin Khalifa Al Thani gehört, ist ein Super-Galopper. Platz vier im Grand Prix de Saint-Cloud nach dem Erfolg im Grand Prix de Chantilly konnten sich wahrlich sehen lassen. Und Mark Johnstons Communique (mit Weltklasse-Jockey William Buick) ist an seinem Ehrenrang aus dem Großen Preis von Berlin zu messen. Zuletzt in Baden-Baden war am Start schon alles gelaufen.

Die besten deutschen Chancen könnte die von Henk Grewe für Darius Racing trainierte Stute Donjah (Lukas Delozier) besitzen, denn sie war im Großen Preis von Baden glänzende Zweite hinter dem imponierenden Sieger Ghaiyyath. In Baden-Baden blieb sie auch deutlich vor dem drittplatzierten, Gestüt Ittlingens Derbysieger Laccario (Eduardo Pedroza), der dennoch eine ansprechende Partie bot. Allein schon die neuerliche Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Spitzenpferden hat es in sich.

Noch einen weiteren Trumpf hat der Spexarder Trainer Andreas Wöhler im Rennen: Der für Dubai-Großbesitzer Jaber Abdullah startende Royal Youmzain (Bauyrzhan Murzabayev) lief mit vielen Platzierungen seine Form in diesem Jahr in Top-Prüfungen immer aus. Nur der erste Saisonsieg fehlt noch. Zuletzt agierte er als Dritter im Preis der Sparkassen Finanzgruppe in Baden-Baden ziemlich unglücklich.

Markus Klug hat drei Hoffnungen am Start: Weltstar (Maxim Pecheur) ist der Derbysieger von 2018. Er sollte sein Comeback nach langer Pause nun schon entscheidend steigern. Colomano (Andrasch Starke) kündigte sich mit Rang vier im Großen Preis von Baden wieder an. Und die Stute Amorella (Martin Seidl) wurde nachgenannt, sie gewann den T. von Zastrow Stutenpreis in Baden-Baden. Bristano (Filip Minarik) holte sich für den Kölner Coach Miltcho Mintchev ein Grupperennen in Düsseldorf, natürlich wird nun weitere Steigerung verlangt.

(19.09.2019)