News

Normfliegerin siegt nach Klasse-Ritt

Normfliegerin
Normfliegerin (Archiv)

Volltreffer für die von Waldemar Hickst trainierte Normfliegerin im Prix Denisy! Die Wittekindshoferin gewann am Mittwochnachmittag das über 3100 Meter führende Listenrennen in Saint-Cloud, und das nach einem ganz starken Ritt von Mikael Barzalona.

Ein taktischer Ritt, der, wenn er denn in Deutschland von statten gegangen wäre, eine Nominierung für den Ritt des Monats verdient hätte.

Auf der Gegenseite beorderte Barzalona seine Partnerin, die vierjährige Adlerflug-Tochter, plötzlich ganz an die Außenseite. Dort schickte er die Stute dann vor das Feld. Mit einigen Längen Vorsprung vor Lubiane (Pavel Vovcenko), die von Marie Velon hinter Normfliegerin beordert wurde, und deutlichem Vorteil vor dem restlichen Feld, ging es dann in den Einlauf. Und dort blieb Barzalona dann ganz an der Innenseite, während weite Teile des Feldes auf mittleren oder äußeren Spuren auf der Suche nach der vermeintlichen beste Lage waren.

Doch an Normfliegerin kam einfach niemand mehr heran. Die bis dato mehrfach listenplatzierte Stute galoppierte einem souveränen Sieg entgegen. Die aus Wittekindshofer Zucht stammende Stute erzielte als 8,7:1-Chance ihren größten Karrieretreffer.

"Der Rennverlauf war so nicht geplant. Der Jockey hat das selber entschieden, das war ein ganz cleverer Ritt. Er hat die Stute in der Gegenseite auf den besten Boden gebracht und dann auch im Einlauf nach innen gezogen, um dort auf dem besten Boden zu bleiben, denn alle vorherigen Rennen sind außen entschieden worden. Ich habe schon mit Herrn Miebach gesprochen, die Stute wird jetzt wohl ins Gestüt gehen. Ich habe ihm gesagt, dass sie mit dem großen Black-Type ihr Soll erfüllt hat, sie kann jetzt Mutterstute werden", so Trainer Waldemar Hickst auf Nachfrage von GaloppOnline.de. „Das Ziel war diese Saison großes Black Type zu holen und da das jetzt geschafft ist, geht sie ziemlich sicher in die Zucht. Das letzte Wort hat natürlich immer der Großvater, aber das war eigentlich immer der Plan“, so Ricarda Miebach, die Enkelin von Hugo Miebach, dem Eigner des Gestüts Wittekindshof.

Dahinter belegte Co-Favoritin Control Tower (Nicolas Clement/Stephane Pasquier), letztes Jahr Vierte im Großen Preis von Bayern, den zweiten Platz. Für Rang drei musste das Zielfoto entscheiden, es wies einen knappen Vorteil für die 59:1-Außenseiterin Lubiane aus, der als 3,5:1-Co-Favorit (zur gleichen Quote ging auch Control Tower ab) gestartete Niagaro (Sarah Steinberg/Rene Piechulek) hatte als Vierter knapp das Nachsehen.

Damit belegten die deutschen Starter drei der ersten vier Plätze, ein Top-Ergebnis für das deutsche Trio.

 

(09.11.2022)