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Neue Elle Danzig geboren? Salonblue siegt überlegen

Sie galt schon vor dem Rennen als unschlagbar. Vor dem Listenexamen war man sich sicher, dass neben Salonblue die anderen neun Kandidaten des Coolmore-Stud Baden-Baden Cup eigentlich nur den zweiten Rang unter sich ausmachen würden. Und am Ende wurde es dann auch die erwartet leichte Aufgabe für die Wittekindshofer Stute. Leicht und locker marschierte sie anfangs der Geraden unter Norman Richter an die Spitze und ließ nie Zweifel an ihrem Erfolg aufkommen.

'Es war die erwartet leichte Aufgabe für Salonblue. Wir hatten ein gutes Rennen und Norman hat wieder einen guten Job gemacht. Sie ist eine tolle Stute und wird jetzt wie geplant im Prix de l`Opera in Paris laufen', so Trainer Andreas Schütz. Salonblue verdiente durch ihren 2 1/2 Längen-Sieg 42.000 DM für ihr Heimatgestüt Wittekindshof.

Für den blauen Dress hatte vor allem Elle Danzig in der Vergangenheit für Furore gesorgt. Und mit eben dieser Elle Danzig (keine Stute gewann in Deutschland mehr Gruppe-Rennen), verglich der Rennbahnkommentator Salonblue nach dem 2000-Meter-Examen. 'Das könnte eine neue Elle Danzig sein', so Manfred Chapman im O-Ton. Während Andreas Schütz den Vergleich mit Elle Danzig nicht ziehen möchte, ist sich Norman Richter sicher: 'Ja, man kann sie mit Elle Danzig vergleichen. Salonblue wird sich noch gewaltig steigern und könnte dann durchaus eine neue Elle Danzig werden.'

Auf dem zweiten Platz des Rennens (auf den Sieg wurden 13:10 bezahlt) endete der Frankfurter Hengst Tomster. Trainer Wilfired Kujath war mit der Vorstellung seines Schützlings zufrieden. 'Die Leistung war sehr gut. Die Stute war ja schon vor dem Zug unschlagbar gewesen. Die Taktik mit Tomster ist aufgegangen und das Laufen war sehr gut', so Kujath nach dem Rennen. Für Tomster könnte es nun auf Listen-Level in Italien weitergehen.

Nur eine Nase hinter Tomster kam der von Erika Mäder trainierte Hengst Hale Bopp (Dreierwette 875:10) ins Ziel. Unter Lennart-Hammer Hansen drehte der Hengst an der Außenseite noch mächtig auf und wäre wenig weiter sicher Zweiter geworden. Nach dem Start litt er diesesmal auch nicht wie zuletzt an Nasenbluten. Vierter wurde der Münchener Kasai vor dem Röttgener Well Made, der ein denkbar schlechtes Rennen hatte und in der Zielgeraden gleich zweimal krass gestört wurde.

(31.08.2001)