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Moro: "Viele blaue Flecken, aber Ende gut, alles gut"

Franco Moro und Dreamspeed

Franco Moro gehört zu den Ausnahmesportlerrn seines Landes. Der Schweizer ist eine lebende Legende in seiner Disziplin, dem Skikjöring. Jahr für Jahr wird in St. Moritz die Skikjöring-Trophy entschieden. In mehreren Wertungsläufen werden Punkte ermittelt, wonach der König des Engadins feststeht. Dabei lassen sich Skifahrer mit einem eigens angefertigen Geschirr hinter Rennpferde spannen. Jeder, der schonmal Ski gefahren ist, weiß was es heißt sich bei zügigem Tempo überhaupt erst einmal auf den Brettern zu halten. Das ganze aber hinter Rennpferden zu schaffen, die mit mehr als 50 Sachen über einen zugefrorenen See galoppieren, ist schon eine Ausnahmeleistung.

Moro, der zu den besten seiner Zunft zählt, hat zum neuen Jahr seinen Rücktritt bekanntgegeben. "Das Alter und die Chance für den Nachwuchs sich weiterzuentwickeln nennt der fast 63-jährige als Gründe für seinen Rücktritt. Moro hat eine Bilderbuchkarriere hinter sich. In 37 Jahren fuhr er 101 Rennen, siegte dabei 21 Mal und kam zu 21 Platzierungen. Sieben Mal gewann er die Gesamtwertung um die Trophy, zuletzt im Jahr 2015 mit Dreamspeed.

Seinen ersten Treffer erzielte er 1988 bei seinem elften Start mit Abolitionist, seinen letzten im vergangenen Jahr mit Christian von der Reckes Praetorius. Viermal habe er ein Rennen nach eigenen Angaben nicht beenden können, dabei sei es aber nie er selbst gewesen, der gestürzt sei, sondern immer das Pferd oder andere Umstände haben ein Weiterfahren unmöglich gemacht. "Ende gut, alles gut. Ich bin nie gestürzt, war nie verletzt. Ich hatte nur viele blaue Flecken", so die scheidende Legende in einem Pressestatement.

 

(03.01.2023)