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Kentucky Derby-Sieger im Doping-Fokus

Der amerikanische Rennsport kommt nicht zur Ruhe, was sein offenbar gravierendes Doping-Problem angeht.

Jetzt steht der Sieger des diesjährigen Kentucky Derby, Medina Spirit, vor der Disqualifikation. Ein Befund einer positiven Dopingprobe nach den „Run for the roses“ wurde jetzt veröffentlicht.

Die Substanz Betamethasone wurde in der Probe in deutlich erhöhter Konzentration festgestellt, die Disqualifikation scheint damit unausweichlich.

„Das war der härteste Schlag in die Magengrube, den ich bisher bekommen habe“, wird Trainer Bob Baffert zitiert. Dieser darf bis auf weiteres keine Nennungen für die Rennen auf der Derbybahn Churchill Downs abgeben, als erste Konsequenz. Baffert teilt mit, das Pferd sei nie mit einem entsprechenden Medikament behandelt worden.

Das Team um Medina Spirit wird eine B-Probe veranlassen. Dass die anders ausfällt, wird nicht wirklich erwartet. Es stehen auch eine Haarprobe und DNA-Analysen im Raum. „Ich weiß nicht, was im Moment im Rennsport los ist“, so Baffert, „Ich fühle mich getäuscht. Wir werden eine komplette Analyse durchführen. Dieses Pferd verdient das alles nicht, er ist ein großartiges Rennpferd.“

Indes stand Baffert in der jüngeren Vergangenheit einige Male im Doping-Kreuzfeuer, wurde aber auch einige Male freigesprochen. Alle weitergehenden Untersuchungen werden nicht nur in den USA, sondern auch darüber hinaus, nun mit Spannung erwartet.

1968 war mit Dancer’s Image letztmalig ein Kentucky Derby-Sieger wegen Dopings disqualifiziert worden.

(10.05.2021)