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Jacobs: „Löcher, die wir stopfen müssen“

Baden-Racing-Präsident Andreas Jacobs nannte in seiner Ansprache bei der Jahreshauptversammlung der Besitzervereinigung Zahlen zu den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für den Rennverein. „Gegenüber dem Vorjahr haben wir in der Großen Woche einen Fehlbetrag von 380.000 Euro, aufs Gesamtjahr hochgerechnet rund 1,4 Millionen Euro weniger Ticket- und Sponsoreneinnahmen.“ Auch bei den Wetten ergeben sich laut Jacobs Löcher, „die wir stopfen müssen“ und die durch Online-Wetten nicht auszugleichen seien. Die Bahnwette durch Besucher fehle hier besonders. Jacobs sprach von rund 200.000 Euro geringeren Einnahmen.

Dennoch werde Baden Racing auch im Sales & Racing Festival einen „Groß-Renntag“ veranstalten, „an dem wir rund eine halbe Million Euro Preisgeld ausschütten“, so Jacobs. Er appellierte an die Versammlung, sich zusammenzusetzen, „um die Zukunft der wunderschönen Bahn“ zu sichern. BV-Präsident Ostermann sagte, in welcher Form es mit Baden Racing weitergehe, sei noch nicht geklärt. Viele Detailfragen seien noch offen, kündigte aber einen Lösungsvorschlag bis Jahresende an, der auf einer BV-Sondersitzung dann zur Entscheidung stehen werde.

Kritik am Engagement der BV an Baden Racing konterte Ostermann mit den Worten, es sei die „ureigenste Aufgabe der Besitzervereinigung“, dazu beizutragen, die Grundlagen für die Rennen zu schaffen. Im Vorstand sei man sich einig, dass Baden-Baden wegen seiner herausgehobenen wirtschaftlich und internationalen Stellung eine besondere Bedeutung zukomme. „Es ist aber eine Herkulesaufgabe, den Galoppsport in Deutschland auf so hohem Niveau aufrechtzuerhalten.“

(07.09.2020)