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Influenza in England: Das sagt das Direktorium

Das Direktoriums-Gebäude in Köln
Das Direktoriums-Gebäude in Köln

Drei Influenza-Fälle in England halten das Mutterland des Rennsports seit Donnerstag in Atem. Das hiesige Direktorium hat eine Stellungnahme herausgegeben:

"In mehreren europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Irland) sind derzeit Influenza-Fälle bei Pferden aufgetreten. Es handelt sich z.T. um nicht geimpfte Reit- und Freizeitpferde, aber auch um geimpfte Vollblüter in Rennställen.

Als Vorsichtsmaßnahme sind in  England aufgrund der aufgetretenen Influenza-Fälle und der Verhinderung eines weiteren Ausbreitens alle Rennveranstaltungen am heutigen Donnerstag abgesagt worden.

Es ist daher in allen Pferdebeständen besondere Vorsicht geboten und auf Krankheitssymptome zu achten, die einen Verdacht auf Influenza rechtfertigen. Nach einer kurzen Inkubationszeit von ein bis drei Tagen zeigen an Influenza erkrankte Pferde hohes Fieber, Reizhusten, wässrigen Nasenausfluss und gerötete Schleimhäute.

Insbesondere bei auf Auktionen gekauften und importierten Pferden, ist auf diese Symptome zu achten. Diese Pferde sollten möglichst in Quarantäneställen separat von anderen Pferden eingestellt und für einen Zeitraum von 14 Tagen sorgfältig beobachtet werden.

Der Empfehlung, die Wiederholungsimpfung gegen Influenza im 6 Monatsrhythmus vorzunehmen, ist unbedingt Folge zu leisten.

Die Equine Influenza ist eine der ökonomisch folgenschwersten akuten Atemwegserkrankung des Pferdes. Nicht nur, dass die betroffenen Tiere für eine längere Zeit der absoluten Schonung bedürfen und nicht im Sport einsetzbar sind, es können sich auch chronische Lungen- und Herzschäden daraus entwickeln, die die Leistungsfähigkeit und die Verwendbarkeit der Tiere dauerhaft einschränken.

Betroffen sind häufig ganze Pferdepopulationen. Diese durch Influenza A-Viren verursachte Erkrankung der oberen und unteren Atemwege kommt weltweit vor. Meist kommt es innerhalb geschlossener Pferdepopulation zu Epidemien, da die Equine Influenza hoch ansteckend ist und sich entsprechend rasant ausbreitet. Vor allem auch im Zusammenhang mit Pferdesportveranstaltungen werden Ausbrüche der equinen Influenza beobachtet, weshalb eine Influenza-Impfpflicht alle 6 Monate empfohlen wurde.

Ein Schutz der Pferdepopulationen ist nur durch eine regelmäßig durchzuführende, flächendeckende Influenzaimpfung möglich. Außerdem sind regelmäßige Wiederholungsimpfungen auch deshalb notwendig, weil die Antikörpertiter nach einer Impfung nicht sehr lange anhalten.

Die Influenza kann jedoch höchst ansteckend sein und im Gegensatz zu anderen infektiösen Krankheiten sowohl mit der Luft über einige Distanzen transportiert als auch indirekt durch Menschen übertragen werden."

(07.02.2019)