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Habana ohne Chance im Prix Marcel Boussac

Blue Rose Cen
Im zweiten Rennen des Arc-Renntages, dem Prix Marcel Boussac für die zweijährigen Stuten, kam am Sonntag in Longchamp mit der von Andreas Wöhler trainierten Fährhoferin Habana auch ein Pferd aus Deutschland an den Start. Und als bei zwei Starts ungeschlagene Gruppe III-Siegerin ging die von Eduardo Pedroza gerittene Kingman-Tochter auch nicht chancenlos in das mit 400.000 Euro dotierte Gruppe I-Rennen über die Meile.
 
8,2:1 notierte die deutsche Stute, die es mit elf Gegnerinnen zu tun hatte am PMU-Totalisator, als sich die Boxen öffneten. Doch nach einem Rennen aus dem Mittelfeld, man sah sie unterwegs an siebter, achter Position, konnte sich der deutsche Gast in der Zielgeraden nicht entscheidend steigern, und kam schließlich als Elfte, und damit Vorletzte über die Linie. "Auf dem Boden wird ihr dann der Weg zu weit. Wir hätten uns gerne eine bessere Platzierung gewünscht. Nun ist Schluss für diese Saison und wir greifen im nächsten Jahr wieder an", so Andreas Wöhler nach dem Rennen über seinen Schützling.
 
Das Rennen wurde zu einer Solo-Partie der von Christopher Head trainierten Blue Rose Cen. Die Churchill Tochter, die akls 5,7:1-Chance ins Rennen gegangen war, deklassierte unter Aurelien Lemaitre ihre Gegner, und kam überlegen mit fünf Längen Vorsprung gegen Jim Bolgers Gan Teorainn (Kevin Manning) und Aidan O'Briens Never Ending Story (Ryan Moore) zum Zuge. Die favorisierte, zuvor bei zwei Starts ungeschlagene Kelina spielte keine Rolle und wurde Letzte.
 
Für Trainer Christopher Head war es der erste Gruppe I-Sieg seiner Karriere. Das freute seinen Vater ganz besonders. "Sie sehen mich hocherfreut und beeindruckt. Am Arc-Tag ein Gruppe I-Rennen zu gewinnen ist das eine. Mit so einer Stute das andere. Und natürlich bin auch auf meinen Sohn stolz, der das Training von mir übernommen hat, nachdem er bei einigen Kollegen gelernt und gearbeitet hat. Er beweist Tag für Tag so ein gutes Händchen für unsere Vollblüter. Die Stute ist ein weiterer Beweis dafür", so Freddy Head nach dem Rennen.

 

(02.10.2022)