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Große Millowitsch-Show im Ferdinand Leisten-Memorial

Millowitsch war zuletzt kurzfristig Nichtstarter
Millowitsch war zuletzt kurzfristig Nichtstarter

Mit dem Sieg des 43:10-Favoriten Millowitsch aus dem Stall von Trainer Markus Klug endete am Freitag, beim ersten Tag des Sales & Racing Festivals in Baden-Baden das Ferdinand Leisten-Memorial. In dem BBAG-Auktionsrennen, das mit einer Dotierung von 200.000 Euro Deutschlands höchstdotiertes Zweijährigenrennen ist, verwies der Sehrezad-Sohn aus dem Besitz von Dr. Alexandra Margarete Renz nach einem Rennen aus dem Vordertreffen unter Andreas Helfenbein den französischen Gast Fanfaron auf den zweiten Platz, dahinter belegten der Debütant Mister Mowgli, und Wonnemond die weiteren Plätze.

Hinter dem lange führenden Digitalis lag Millowitsch, für den es beim vierten Start der dritte Sieg war, zunächst an zweiter Position, in der Spitzengruppe sah man dahinter auch Golestan, Junior, und A Raving Beauty, die aber allesamt ausgespielt hatten, als das Feld in die Zielgerade kam. Dort ging Millowitsch gleich nach vorne, legte noch einmal zu, tendierte aber ganz zur Außenseite. Dort hatte er jedoch immer einen gute erkennbaren Vorsprung. In der Bahnmitte wurde Diedier Prod’hommes Fanfaron unter Adrie de Vries zwar immer stärker, doch blieb er wie bereits bei der Großen Woche, als er hinter Millowitsch Vierter im Zukunftsrennen wurde, hinter dem Klug-Schützling (Zum Video).

Eine halbe Länge lag im Ziel zwischen den beiden Erstplatzierten. Millowitsch, der mit der Siegprämie von 100.000 Euro nun aktuell der gewinnreichste deutsche Zweijährige der Saison ist, rechtfertigte auch den Optimismus, den sein Trainer Markus Klug hatte, denn in der Arbeit war er zuletzt besser als der Winterfavorit-Zweite Degas gegangen. „Er hat mir mit dem Sieg meinen Winterurlaub bezahlt“, scherzte der Championtrainer nach dem Rennen. „Ich habe das Gefühl, dass Millowitsch die Badener Kursführung nicht mag, denn wenn er in die Zielgerade kommt, und kein Pferd rechts neben sich hat, tendiert er zur Außenseite, das war auch im Zukunftsrennen so“, erklärte Klug, der mit Millowitsch als großes Ziel den Sieg im Mehl-Mülhens-Rennen im kommenden Jahr anpeilt.

(16.10.2015)