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Gehen in Neuss die Lichter aus? Kein politischer Rückhalt

„Die Tage der Galopprennen sind gezählt“. So titelt die Neuss-Grevenbroicher Zeitung in ihrer Samstagausgabe einen Tag vor dem ersten Winterrenntag am Neusser Hessentor.

Und stellt gleich zu Beginn fest: „Die Stadt stellt die organisatorischen Weichen für eine Zeit ohne Pferdesport auf der Galopprennbahn. Am Donnerstagabend billigte der Beteiligungsausschuss als Gesellschafterversammlung von Neuss-Marketing in nicht-öffentliche Sitzung, dass das städtische Tochterunternehmen einen – zeitlich unbefristeten – neuen Pachtvertrag mit dem Liegenschaftsbetrieb (LVN) schließt. Nach dem 31. Dezember 2019, so ist ausdrücklich in den Vertrags-Eckpunkten vermerkt, finden „keine Galopprennen auf der Vertragsfläche mehr statt.“ An dieser Vorgabe will keine politische Partei mehr rühren.“

Neuss Marketing plant nun, mit dem Neusser Reiter- und Rennverein im Januar Räume und Pachtobjekte zu übergeben. Weiter schreibt die NGZ: „Dass trotz der ausgesprochenen Kündigung Anfang November fünf Renntagtermine für die Monate Januar bis März 2020 veröffentlicht wurden, hat Politik wie Verwaltung irritiert.“

Offenbar ist bei allen Parteien die Bereitschaft, Galopprennen in Neuss zu retten, auf ein Minimum gesunken, auch wenn Jan Antony Vogel als Präsident des Reiter- und Rennvereins jetzt kurzfristig darauf hingewiesen hat, dass durch die Erlangung der Rennwettsteuer-Rückerstattung eine wesentliche Entscheidung für Zukunft der Rennbahn gesetzt worden sei.  

Man vermisse, so sagt die SPD, immer noch ein Konzept, und auch die CDU ist laut NGZ nicht mehr gesprächsbereit. Da muss dann wohl in den kommenden Tagen ein Wunder her, wenn diese Rennbahn noch eine Zukunft haben soll.

(07.12.2019)