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Derby - Erfahrung pur gegen Sturm und Drang

Andreas Helfenbein

Im Deutschen Derby spielt immer auch die Erfahrung der Protagonisten eine Rolle. Das gilt sowohl für die Pferde als auch für die Jockeys im Rennsattel. Und bei den Jockeys ist in diesem Jahr wieder einiges an Erfahrung vertreten.

Stand heute ist Andreas Helfenbein mit 54 Jahren der älteste Jockey im Feld. Er ist der Partner von Schwarzer Peter. Sollte er am 3. Juli auf dem Außenseiter tatsächlich gewinnen (es wäre sein erster Derbysieg), dann würde Helfenbein als einer der ältesten Siegjockyes in die Historie des Blauen Bandes eingehen und sich hinter der Legende Otto Schmidt einreihen, der sein siebtes und letztes Derby mit 55 Jahren am 1. Juli 1951 auf Neckar gewinnen konnte.

Adrie de Vries kann ebenfalls auf eine lange Berufserfahrung blicken. Der 52jährige, der Lavello reitet, gewann das Derby 2018 mit Weltstar. Ein Weltstar ist auch Frankie Dettori, 51. Der italienische Star-Jockey wurde für So Moonstruck gebucht. Jozef Bojko, ebenfalls 51 Jahre jung, reitet Maraseem. Mit Waldpark gewann er das Derby das Jahres 2011. 47 Jahre alt ist Eduardo Pedroza, der aller Voraussicht nach Queroyal (von einer Nachnennung geht man aus) reiten wird. Er siegte 2019 im Derby mit Laccario.

Das ist Erfahrung pur, aber natürlich drängt auch die Jugend auf den Derbysieg. Unter den aktuell feststehenden Reitern ist Cieren Fallon, der Assistent reiten wird, der jüngste. Fallon feierte vor einigen Tagen seinen 24. Geburtstag. Nur ein paar Monate älter ist der Franzose Clement Lecoeuvre. Der ebenfalls 24-Jährige reitet Ardakan. Hollie Doyle wird im Oktober 26 Jahre. Sie sitzt auf Wagnis. Alle drei waren also noch nicht einmal geboren, als Frankie Dettori 1991 mit Temporal im Deutschen Derby triumphierte.

 

(21.06.2022)