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Daroszewski:„Das Studium hat erst einmal Vorrang"

Sonja Daroszewski
Sonja Daroszewski

Im Hindernissport ist es normalerweise eher eine Seltenheit, dass man Reiterinnen im Sattel sieht. Dennoch gelang es im Jahr 2017 der Bremerin Sonja Daroszewski, mit sieben Treffern zur Championesse aufzusteigen.

Nun will die 26-Jährige etwas kürzer treten, aber dennoch weiterhin Rennen reiten. „Ich habe nach meiner Ausbildung neben der Arbeit im Stall angefangen zu studieren. Anfangs klappte das auch noch, aber als ich nach und nach immer öfter in den Rennsattel steigen durfte, blieb das Studium auf der Strecke“, blickt Sonja Daroszewski, die bei Pavel Vovcenko gelernt hat und zuletzt am Stall von Christian von der Recke beschäftigt war, auf die letzten Jahre zurück.

Anfang des Monats zog sie es also zurück in ihre Heimat, um ihre letzten zwei Semester des Studiengangs Medien Wirtschaft und Medien Management nachzuholen. Aber ganz ohne Pferde kann Daroszewski natürlich auch nicht: „Ich reite nun in der Morgenarbeit bei Werner Haustein, der momentan sechs Pferde im Training hat. Da bin ich schon ziemlich früh wieder zuhause und kann mich mittags auf das Studium konzentrieren. Rennen möchte ich selbstverständlich auch weiter reiten. Auf jeden Fall  über die Sprünge, und wenn es mein Gewicht zulässt, vielleicht auch das ein oder andere Flachrennen.“ Bei diesem Thema kommt sie auch gleich auf einen wichtigen Aspekt zu sprechen: „Die Entscheidung ist mir natürlich nicht leicht gefallen, den Rennstall Recke zu verlassen, besonders weil ich dort viel gelernt und von meinem Trainer viele Chancen im Rennen erhalten habe.“

Wie es nach dem Studium weitergeht, kann sie aktuell noch nicht sagen: „Ich denke, sich ein zweites Standbein aufzubauen, ist das Beste, was ich machen kann, weil man nie genau weiß, wie es im Rennsport weitergeht. Wer weiß, vielleicht führt mein Weg nach dem Studium ja auch noch einmal zurück nach Weilerswist.“
 

(01.03.2019)