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Muss Barsig-Stall Cagnes-Meeting abblasen?

Claudia und Gert Barsig
Claudia und Gert Barsig

Die Pferde aus dem Dresdener Rennstall von Trainerin Claudia Barsig dürfen vermutlich nicht wie geplant während des Wintermeetings in Cagnes-sur-mer verbleiben.

France Galop hat dem Barsig-Stall die zugeteilten Boxen entzogen. Die Pferde dürfen an der Riviera zwar starten, indes nicht dort verbleiben, sondern müssten jeweils wieder die Heimreise antreten nach jedem Start.

France Galop begründet den drastischen Schritt damit, dass man durch die Zustimmung, während des Meetings Pferde aus dem Krefelder Red Racing-Stall (Trainer Mats Snackers) auf die Trainingsliste zu nehmen und die zugeteilten Boxen zur Verfügung zu stellen, die Regeln für die Zuteilung eben dieser Boxen in Cagnes-sur-mer unterlaufen habe. Auch Pavel Vovcenko ist von der gleichen Restriktion betroffen.

In den letzten Jahren war die Nutzung von Boxen fremder Trainer in Cagnes-sur-mer offenbar recht unproblematisch und auch gang und gäbe, 2022 hat France Galop die Zügel in dieser Hinsicht wohl massiv angezogen. Wie aus Trainerkreisen zu hören ist, waren diese Regelungen offenbar nicht bekannt.

France Galop hatte in den letzten Tagen keine Nennungen von Snackers-Pferden angenommen, zwei Pferde waren unter der Woche vom Verband zudem zu Nichtstartern erklärt worden. Wie Patrick Börnicke, Assistenztrainer am Red Racing Quartier, am Freitagabend mitteilte, sollen ab sofort wieder Nennungen angenommen werden. Man wird indes keine Pferde vor Ort in Cagnes-sur-mer stationiert haben, sondern zu den Rennen jeweils anreisen oder auf andere Bahnen ausweichen.

In den letzten Tagen war bekannt geworden, dass es in Frankreich Überlegungen gibt, ausländische Pferde für kleine und mittlere Rennen nicht mehr zuzulassen, Trainer Cedric Boutin hatte dieses Ansinnen öffentlich gemacht. Mehr zu lesen hier. Ob die Boxen-Problematik in Cagnes auch damit zusammenhängt, ist aktuell unklar.

 

 

(14.01.2022)