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Adlerflug-Sohn Martial Eagle wie ein Kracher

Francis-Henri Graffard
Francis-Henri Graffard

Das war eine Vorstellung der Extraklasse weniger als 24 Stunden nach dem tragischen Ableben seines Vaters Adlerflug.

Leicht und locker und unangefasst hat der drei Jahre alte Hengst Martial Eagle aus dem Gestüt Schlenderhan sich am Dienstag für höhere Aufgaben empfohlen.

Im Prix Amour Drake in Saint Cloud war der Moonshiner-Bruder auf der 2400 Meter-Strecke der Herr im Haus, erreichte beim dritten Start den ersten Sieg der Karriere. Von Pierre-Charles Boudot in aller Seelenruhe um den Kurs gebracht, setzte sich der Hengst an der 400 Meter-Marke an die Spitze und siegte, ohne groß gefordert zu werden.

Bubble Gift und Timour waren die Platzierten. Francis-Henri Graffard ist der Trainer von Martial Eagle, für den Hamburg auf dem Plan stehen könnte. Über 2400 Meter hat er jetzt schon gezeigt, was in ihm steckt. Genannt ist er auch für den Grand Prix de Paris am 14. Juli, wird natürlich nur in einem der beiden Rennen starten können. Dass man nach dem Sieg in Saint Cloud wieder in der Strecke zurückgeht und das französische Derby bestreitet, scheint eher unwahrscheinlich.

RaceBets.de hat Martial Eagle nach dem Sieg zum alleinigen Derby-Favoriten gemacht, er notiert dort 15,0:1 (zum Langzeitmarkt).

Vom Typ her ist Martial Eagle seinem Vater Adlerflug sehr ähnlich. Dessen plötzlicher Tod am Ostermontag hatte in Deutschland und auch international für große Trauer gesorgt.

(06.04.2021)