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22 Todesfälle – Stronach Group ergreift Maßnahmen

Die Stronach Group hat auf den Tod des 22. Pferdes beim Training in Santa Anita reagiert. Ab sofort werden Santa Anita und auch die Rennbahn Golden Gate Fields, die ebenfalls der Stronach Gruppe gehört, die sogenannte Renntag-Medikation nicht mehr tolerieren.

Damit sind die beiden kalifornischen Rennbahnen die ersten in Nordamerika, die der strikten Vorgabe der International Federation of Horseracing Authorities folgen werden. Bisher war es üblich und erlaubt Pferde am Tag ihrer Rennen mit Lasix zu behandeln. Die Bekanntgabe kam kurz nachdem der Santa Anita Park wieder für das Training geöffnet wurde und am Donnerstag das 22. Pferd seit Dezember letzten Jahres tödlich verunglückte.

„Was in den letzten Wochen in Santa Anita geschehen ist, bricht einem das Herz“, sagte Belinda Stronach in einem Statement. „Es ist für die Öffentlichkeit inakzeptabel und als Menschen empfinden wir eine tiefe Liebe zu den Pferden, zu allen in der Stronach Gruppe und zur Rennbahn. Pferderennen ist der letzte Sport, den wir noch modernisieren müssen. Wenn wir wollen, dass der Sport für zukünftige Generationen wächst, dann müssen wir unsere Standards anheben.“

Die Beschaffenheit der Rennbahn Santa Anita wird weiterhin durch Dennis Moore kontrolliert, der von externen Experten unterstützt werden soll. Als weitere Maßnahme sollen Arbeitsreiter und Jockeys vor allem im Umgang mit ihrer Peitsche stärker kontrolliert werden. Generell wird eine Diskussion über den Gebrauch der Peitsche angeregt. Die Strafen für Doping sollen erhöht werden, die Berichte der Veterinäre transparenter. Als weitere Punkte sollen Pferde längere Pause zwischen Rennen bekommen und häufiger auf unerlaubte Mittel getestet werden. Die Stronach Gruppe will hierzu mehr und besseres Test-Equipment zur Verfügung stellen. Wann und warum ein Pferd ein Medikament bekommt, muss in Zukunft genau vom Veterinär begründet werden.

Belinda Stronach stellte in ihrem Statement noch einmal klar, dass die Maßnahmen umgesetzt werden und es keinen Platz mehr für Diskussionen geben wird.

Die Rennbahn Del Mar hat signalisiert Santa Anita zu unterstützen. CEO Joe Harper sagte: „Del Mar hat und wird weiterhin jede Diskussion unterstützen, in der es um Anwendung von Maßnahmen geht, die die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Athleten betreffen. Wir verpflichten uns mit Santa Anita und damit der Stronach Group sowie anderen Interessenvertretern der Industrie zusammenzuarbeiten.“

In ihrer langen Presseerklärung gab Belinda Stronach zu, dass das derzeitige System rund um Medikamentengaben geändert werden muss, selbst wenn die Todesfälle nicht nur darauf zurückzuführen sind. Santa Anita soll in diesem Jahr im November die Breeders‘ Cup World Championships austragen.

(15.03.2019)