Stephan Buchner | GaloppOnline

Stephan Buchner

Stephan Buchner

Sport-Welt: Ein starkes Frühjahrs-Meeting – wie ist Ihr erstes Fazit?

Der Besuch war gut, die Stimmung fand ich außergewöhnlich gut und wir haben hervorragenden Sport gesehen.

Sport-Welt: Das Wettgeschäft brummte? Zufrieden?

Grundsätzlich ja

Sport-Welt: Aber?

Wenn man aber die Zahlen im Detail analysiert, dann stellt man fest, dass der Bahnumsatz gegenüber 2019 leicht gesunken ist, obgleich der Besuch besser war. Die Steigerung im Gesamten ist auf die Außen- und vor allem die Auslandswetten zurückzuführen. Ob das daran liegt, dass die Leute aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen einfach weniger Geld zum Wetten haben, oder ob wir möglichweise ein paar Dinge anpassen müssen (Anzahl der Wettkassen, bessere Wetterklärungen), das werden wir jetzt prüfen. Wir haben zum Beispiel einen außergewöhnlich hohen Anteil an Sieg- und Platzwetten, was für eine hohe Anzahl an wettunerfahrenen Neukunden spricht, die eben zunächst die einfachen Wettarten spielen. Nichtsdestotrotz ist das Ergebnis natürlich insgesamt erfreulich.

Sport-Welt: Das Geläuf wurde allenthalben gelobt – was haben Sie da gemacht in den letzten Monaten?

Darüber haben wir uns mit am meisten gefreut. Wir haben immer betont, dass uns die Sicherheit von Pferden und Reitern am wichtigsten ist, und dazu gehört natürlich und zuallererst ein vernünftiges Geläuf. Mein Dank gilt hier unserem Green Team um Laszlo Lengyel. Wir haben nach dem Winter die üblichen Arbeiten durchgeführt, das Geläuf aber zusätzlich mit Hohlspoons aufgelockert, was sicher zu einer besseren Elastizität des Bodens beigetragen hat. Außerdem verwenden wir seit letztem Jahr einen zusätzlichen Flüssigdünger, der besonders das Wurzelwachstum anregt.

Sport-Welt: Es gab vereinzelte Kritik an der Gastronomie – ist Ihnen das auch zu Ohren gekommen?

Ja. Die Gastronomie ist oft ein Diskussionspunkt. Die Frage ist, ob wir über die Qualität oder über die Preise sprechen. Natürlich ist leider alles teurer geworden, selbst der örtliche Döner kostet ein Drittel mehr als noch Anfang des Jahres. Wir haben vor dem Meeting mit den Catereren gesprochen, aber auch die müssen natürlich wirtschaftlich arbeiten. Bezüglich der Qualität gab es ein paar Dinge, die wir im Nachgang besprechen werden, aber wir sollten manchmal auch nicht vergessen, dass die Geschmäcker naturgemäß verschieden sind.