Interview/Jockey Talks

Sean Byrne

Sport-Welt: Herzlichen Glückwunsch zu den beiden Siegen und vor allem natürlich zum 50. Sieg.

Sean Byrne: Vielen Dank. Ich freue mich natürlich über den 50. Sieg und bin glücklich darüber, dass ich das erreicht habe.

Sport-Welt: Wie kamen Sie überhaupt damals nach Deutschland, wie begann das alles?

Sean Byrne: Ich hatte damals ein Jobangebot von John Hillis in München bekommen, da es in Irland einfach sehr schwer ist Ritte zu bekommen, da es dort so viele Nachwuchsreiter gibt. John hat mir aber immer viele Chancen gegeben. Ich bin ihm deshalb bis heute dankbar, da ich ohne ihn nun nicht hier wäre.

Sport-Welt: Bekannterweise absolvieren Sie Ihre Ausbildung bei Marcel Weiß in Mülheim. Wie lange dauert diese noch und gibt es schon Pläne für danach?

Sean Byrne: Die Abschlussprüfung steht im Dezember an, darauf konzentriere ich mich im Moment. Andere Gedanken habe ich mir bisher noch nicht gemacht. Die werde ich mir machen, wenn es so weit ist.

Sport-Welt: Auch Sie haben Ihren Anteil an der Geschichte um Torquator Tasso, wie ist es, mit so einem Superstar täglich zu arbeiten? In der täglichen Arbeit reitet ihn vor allem Miguel Lopez und ich reite meistens sein Führpferd. Wir sind einfach super glücklich, dass er dieses Jahr noch bei uns im Stall ist. Es ist einfach etwas ganz Besonderes. In zwei Wochen geht es für ihn nach Ascot und ich hoffe, dass er auch dort seine Klasse zeigen kann.

Sport-Welt: In Ihrer jungen Karriere gibt es aber auch schon einen dunklen Fleck. Gemeint ist die Sache mit Sexy Man aus dem vergangenen November, wo sie nach einer sehr passiven Reitweise für acht Monate die Lizenz entzogen bekamen. Wie sehen sie die Sache heute?

Sean Byrne: Das war ganz einfach eine Dummheit von mir. Ich habe damals nicht überlegt und vor allem nicht über die Konsequenzen nachgedacht. Ich kann mich dafür einfach nur entschuldigen, das wird nie wieder passieren. Auch wenn es erst im letzten Jahr war, war ich damals einfach nur jung und dumm. Wie gesagt, ich muss mich entschuldigen, denn es war einfach unsportlich, unfair und dumm. Ich habe aber ganz sicher aus meinem Fehler gelernt

(12.07.2022)