Interview/Jockey Talks

Mit W. Hickst

GaloppOnline.de: Nach der abgelaufenen Quarantäne können Sie nun wieder voll ins Geschehen eingreifen. Ein erstes ganz großes Ziel ist in Dubai der World Cup. Hier soll auch Zazou erneut an den Start kommen. Wie geht es Ihrem Crack aktuell?

Waldemar Hickst: Zazou ist ak­tuell gut drauf und hat gut ge­arbeitet. Bis Meydan gehen wir mit ihm die gleiche Route wie im vergangenen Jahr.

GaloppOnline.de: Das heißt, er wird vor dem Start in Dubai wieder in Chantilly laufen, wo er im letzten Jahr Cirrus des Aigles besiegte?

Waldemar Hickst: Wie gesagt, es soll die gleiche Route sein und er soll auch vorher noch nach Chantilly. Klappt das nicht müssen wir wohl nach Cagnes.

GaloppOnline.de:Werden Sie sich wieder um Olivier Peslier bemühen, oder wird ein anderer Jockey den Ritt übernehmen?

Waldemar Hickst: Ich werde wieder versuchen, Olivier Peslier zu bekommen. Wenn er will, wird er reiten, aber es hängt natürlich auch davon ab, ob Cirrus des Aigles mit an den Start kommt.

GaloppOnline.de: Wann würde es für Zazou in Richtung Orient gehen?

Waldemar Hickst: Genau wie im letzten Jahr, fünf Tage vor dem Rennen.

GaloppOnline.de: Wie haben Sie die Quarantäne in Köln erlebt? Waren Sie zwischendurch in Urlaub?

Waldemar Hickst: Nein, im Urlaub war ich nicht, wir haben vielmehr ganz normal gearbeitet und sind durchgaloppiert. Gegen Weihnachten haben wir das Pensum dann etwas heruntergefahren und bereiten uns jetzt auf den Saisonstart vor.

GaloppOnline.de: Den Sie ja in Frankreich begehen werden. In Deauville haben , bzw. hatten Sie einige Starter im Aufgebot. Wie stehen da die Chancen?

Waldemar Hickst: Dazu kann ich wenig sagen, ich will erst mal sehen, wie die Pferde im Rennen drauf sind.

GaloppOnline.de: Kommen wir zu Ihren Dreijährigen. Welche Hoffnungen haben Sie in dem Bereich?

Waldemar Hickst: Die Dreijährigen sind im letzten Jahr wenig gelaufen und waren auch nicht ganz so erfolgreich. Woran das genau lag weiß ich nicht, aber wir haben Pferde mit Potenzial im Stall.

GaloppOnline.de: Können Sie da schon Namen nennen?

Waldemar Hickst: Dr. Christoph Berglars Ay No Digas oder auch der Ittlinger Amanto sind vielversprechend.

GaloppOnline.de: Wie schwer wiegt die Quarantäne letzten Endes für diesen Jahrgang?

Waldemar Hickst: Wie schon gesagt, sie sind im letzten Jahr wenig gelaufen und jetzt wollen wir das in Deauville oder auch Chantilly wieder aufholen.

GaloppOnline.de: Peter Schiergen machte am Sonntag den Anfang und schickte als erster Kölner Trainer Pferde auf eine deutsche Sandbahn. Wird man Ihre Pferde auch dort erleben?

Waldemar Hickst: Nein, ich denke nicht. Ich habe keine passenden Pferde für Neuss oder Dortmund.

GaloppOnline.de: Wie sieht es mit Ihren etablierten Pferden Technokrat und Lochnagar aus, trauen Sie den beiden den Sprung in die Gruppe-Klasse zu?

Waldemar Hickst: Das ist nicht ausgeschlossen. Es ist gut möglich, dass sie den Sprung schaffen, aber das muss man natürlich auch erst mal abwarten.

GaloppOnline.de: Auf Ihrer Trainingsliste befinden sich erstmals mit Tech Desert und Sworn Shot zwei Wittekindshofer. Die eine ist drei, der andere zwei Jahre alt. Wie ist ihr Eindruck?

Waldemar Hickst: Tech Desert hat keine Diana-Nennung, aber das kann ja noch werden. Dazu fehlen mir im Moment aber noch die richtigen Endrücke. Ähnlich sieht es bei Sworn Shot aus. Auch von ihm muss ich mir noch ein genaues Bild machen.

(16.01.2013)