Interview/Jockey Talks

Mit Stefanie Hofer

GaloppOnline.de: Eigentlich hatte die Turf-Szene erst im Januar mit Ihrem Comeback gerechnet. Nun findet man Sie bereits am Samstag im Rennprogramm. Wie kam es zu dem Blitz-Comeback?

Stefanie Hofer: Das stimmt, eigentlich wollte ich ja erst im Januar wieder einsteigen, und vorher im Dezember im Trainig testen, aber glücklicherweise verlief der Heilungsprozess schneller als gedacht und so kann ich am Samstag schon wieder dabei sein. Und übrigens auch am Sonntag, da reite ich in Le Mans in Frankreich einen Zweijährigen aus unserem Stall.

GaloppOnline.de: Haben denn die Ärzte keine Bedenken, dass Sie zu früh wieder mit dem Rennen reiten anfangen?

Stefanie Hofer: Nein, die haben Grünes Licht gegeben und keine Einwände gehabt. Ich habe ja auch seit einigen Wochen bereits wieder im Training geritten und keinerlei Probleme verspürt. Von daher ist alles bestens.

GaloppOnline.de: Wie sah die Rekonvaleszenz genau aus, was mussten Sie nach der Verletzung machen, um wieder fit zu werden?

Stefanie Hofer: Ich musste dreimal in der Woche hier in Krefeld zur Therapie, wobei es in erster Linie um den Muskelaufbau ging, denn der war nach der Verletzung und der damit verbundenen Auszeit natürlich notwendig. Auch jetzt muss ich noch weiterhin zur Therapie.

GaloppOnline.de: Mit welchem „Kampfgewicht“ steigen sie denn wieder ein. Können Sie gleich wieder so leicht reiten wie früher?

Stefanie Hofer: Nein, natürlich nicht, denn ich habe in dieser Hinsicht noch nicht viel gemacht, denn zuletzt lagen die Schwerpunkte ja auf anderen Sachen. Aber ich denke, dass es nicht lange dauern wird, bis ich wieder leichter reiten kann. Derzeit reite ich ab 54 Kilo.

GaloppOnline.de: Bei Racebets.com sind sie im Wettmarkt Favoritin für den Titel des „Sandbahnchamps“. Wie stehe Sie dazu?

Stefanie Hofer: Davon hat mir Henk Grewe am Dienstag erzählt. Na ja, ich bin ja jetzt von Beginn an dabei, und ich denke, wenn es so läuft wie es vor meiner Verletzung war, dann habe ich durchaus Chancen.

GaloppOnline.de: Mit welchem Gefühl steigt man nach einem solchen Sturz und der damit verbundenen schweren Verletzung in den Sattel? Reitet man vorsichtiger, oder hat man gar Angst?

Stefanie Hofer: Ich kann dazu nur sagen, dass im Training bislang alles genauso war, wie vor meinem Sturz, da hat sich überhaupt nichts geändert. Und Angst habe ich auch nicht, ich kann mich ja an den Sturz auch nicht erinnern, von daher ist das kein Problem.

(18.11.2010)