Interview/Jockey Talks

Mit Oliver Sauer

GaloppOnline: Wie geht es Ihnen nach dem Sturz in Quakenbrück?

Oliver Sauer: Ganz gut eigentlich, ich habe gestern zum ersten Mal nach dem Schlüsselbeinbruch die Schmerztabletten weggelassen und es geht. Einen Handstand kann ich zwar noch nicht machen, aber sonst ist alles o.k..

GaloppOnline: Der Sturz sah zunächst schlimmer aus.

Oliver Sauer: Da war nichts zu machen, wenn in einem Flachrennen in so einer Phase einer zu Fall kommt, kann man nicht mehr ausweichen. Dabei hatte der Tag so gut angefangen. Ich hatte das Halbblutrennen gewonnen, mit Avenches hatte ich auch beste Chancen und dann habe ich durch die Verletzung ja noch den Sieg auf Azafran im Seejagdrennen verpasst.

GaloppOnline: Wie lange müssen Sie pausieren?

Oliver Sauer: Ich hoffe, dass ich in der nächsten Woche wieder leicht anfangen kann. Die Sache ist zwei Wochen her, man hat mir gesagt, dass ich nach drei Wochen wieder beginnen kann. Bis jetzt hatte ich mit Verletzungen eigentlich Glück, außer einem Fußbruch, ein paar Schürfwunden oder einer Gehirnerschütterung bin ich von schlimmerem verschont geblieben.

GaloppOnline: Sie liegen im Moment hinter Michael Figge an zweiter Stelle im Championat. Dann kann ja noch etwas gehen, oder?

Oliver Sauer: Auf jeden Fall. Auch wenn ich weiß, dass es gegen einen 3 Kilo-Mann schwer wird, der auch noch einen großen Stall hinter sich hat.

GaloppOnline: Ist das Championat ihr Hauptziel?

Oliver Sauer: Natürlich möchte ich es gerne gewinnen. Ich will aber den Kölner Amateurpokal und wenigstens zwei, drei Hindernisrennen gewinnen. Auch in der Fegentri bin ich ja in diesem Jahr dabei.

GaloppOnline: Apropos Hindernisrennen. Da hat man sie jetzt vermehrt reiten sehen.

Oliver Sauer: Ja ich will da schon einsteigen, zumal es ja auch vom Gewicht her angenehmer ist, als Flachrennen. Mit Maniac hat es ja auch schon gut geklappt.

GaloppOnline: Nach Ihrem ersten Championat hatten Sie eine Auszeit genommen. war das aus beruflichen Gründen?

Oliver Sauer: Nein, ich hatte einfach keine Lust, mir fehlte der richtige Ansporn. Nun ist das ganz anders. Bei meiner Schwester war es ja ähnlich.

GaloppOnline: Wo reiten Sie aus?

Oliver Sauer: Bei Uwe Stoltefuß und Christian von der Recke. Zu Herrn von der Recke fahre ich in erster Linie zum Springen.

GaloppOnline: Was machen Sie beruflich?

Oliver Sauer: Ich habe im Januar meine Ausbildung zum Bankkaufmann beendet, studiere nun in Bochum Wirtschaftswissenschaften.

GaloppOnline: Eine Profi-Karriere streben Sie also nicht an?

Oliver Sauer: Nein, das ist kein Thema.

(18.09.2004)