Interview/Jockey Talks

Mit Mario Hofer

GaloppOnline.de: Kam der Sieg von Sworn Pro im Preis der Winterkönigin für Sie überraschend?

Mario Hofer: Ich hatte schon etwas Mumm auf sie und vorher gesagt, dass sie nicht chancenlos ist. Sie hatte ihre Rennen immer sehr gut vertragen und kann stehen.

GaloppOnline.de: Wie entwickelte sich das Rennen für die Stute?

Mario Hofer: Wir haben sie bewusst etwas offensiver reiten lassen. Sie zog immer wieder an, ist auch im Kopf sehr klar.

GaloppOnline.de: Wie sehen Sie die Form dieser Wochen?

Mario Hofer: Das ist zur Zeit wie Weihnachten.

GaloppOnline.de: King of Sydney verkaufte sich als Zweiter im Gruppe-Rennen in Longchamp sehr gut. Wie war Ihr Eindruck und was ist der Plan?

Mario Hofer: Er ist so gelaufen, wie wir das anhand der Trainingsleistungen erwartet hatten. Das Pferd hat sich von Start zu Start verbessert und alles toll umgesetzt. Wir werden schauen, wie er das Rennen weggesteckt hat und dann entweder ins Ratibor-Rennen nach Krefeld oder ins Gruppe-I-Rennen nach Saint-Cloud gehen, das vor einigen Jahren Paita gewann, oder wir machen machen Schluss für dieses Jahr.

GaloppOnline.de: In einem Maidenrennen wurde Peligroso am selben Tag als Riesenaußenseiter Dritter. Was trauen Sie ihm auf Dauer zu?

Mario Hofer: Er ist ein Hoffnungsträger. In den letzten drei Wochen hat er sich sehr gut weiterentwickelt. In Paris hatte er eine schlechte Startnummer und keinen einwandfreien Rennverlauf. Auch bei ihm werden wir schauen, wie er das Rennen vertragen hat, und dann wird das Pferd entscheiden.

GaloppOnline.de: Smooth Operator hat nach dem Kronimus-Rennen in Iffezheim auch ein Grupperennen in Paris gewonnen. Was haben Sie mit ihm vor?

Mario Hofer: Er hat klasse gewonnen, es waren starke Engländer im Rennen. Die Form ist einiges wert. Wenn er noch gut in Schwung ist, dann steuert er das Criterium in Maisons-Laffitte an, das Gruppe-II-Status hat. Im Juni haben wir ihn kastrieren lassen, er hat sich von Start zu Start gesteigert. Wir sind sehr happy mit ihm.

GaloppOnline.de: Wie kam es zu dem Verkauf von Smooth Operator an den Stall Jenny?

Mario Hofer: Er war für die Arc-Sale angemeldet, aber Herr Zimmermann hat mir als Besitzer des Pferdes ein gutes Angebot gemacht. Wir sind uns schnell einig geworden. Ich freue mich, dass Smooth Operator im Stall bleibt und er freut sich, dass er ein Rennpferd hat.

GaloppOnline.de: Atalia brachte zuletzt ein Listenrennen in Frankreich auf ihr Konto. Wie geht es mit der Stute weiter?

Mario Hofer: Das war eine sehr starke Leistung. Die Münchener Form war schon gut, daher sind wir mit ihr auch nach Frankreich gefahren. Sie hat sich bei den drei letzten Starts immer weiter verbessert. Nun geht Atalia für die Winterpause ins Gestüt. Sie wird auch vierjährig in Training bleiben und sich dann vielleicht auf Gruppe-Ebene etablieren.

GaloppOnline.de: Wie konkret sind die Japan-Pläne mit Fair Breeze?

Mario Hofer: Das wird in dieser Woche entschieden. Eine Einladung für Japan hat die Stute, aber man muss schauen, ob sie noch die Bestform zur Verfügung hat. Die braucht man für solch einen Trip. Entscheiden wird das Pferd. Im Prix de l‘ Opera hat sie etwas enttäuscht, kam mit einer Verletzung aus dem Rennen und musste einige Tage mit dem Training aussetzen.

GaloppOnline.de: Welche weiteren Auslandsstarts sind 2008 noch geplant?

Mario Hofer: Atamane wird wieder nach Auteuil gehen. Wir wollen versuchen, mit ihm ein besseres Rennen dort zu gewinnen. Nach der Pause ist er zuletzt ausgezeichnet gelaufen. Viper war am selben Tag etwas unglücklich. Reiter und Pferd haben nicht richtig harmoniert. Auch mit ihm wollen wir es noch einmal in Auteuil probieren. Alles Weitere muss man schauen.

GaloppOnline.de: Wie zufrieden sind Sie mit der aktuellen Saison?

Mario Hofer: Das Jahr war solide. Natürlich hat man immer hohe Ziele. Man bekommt manchmal etwas auf die Mütze, gewinnt aber auch gute Rennen. Das war auch diesmal so.

(28.10.2008)