Interview/Jockey Talks

Mit J. Vogel

GaloppOnline.de: Sie werden die Wintersaison ohne Geschäfstführer durchziehen, läuft vor dem ersten Renntag alles nach Plan?

Jan Vogel: Es läuft alles sehr, sehr gut. Wir haben die Arbeiten auf einen erweiterten Vorstand verteilt. Alle sind mit großem Engagement bei der Sache, alle bringen Ideen mit. Es macht sehr viel Spaß, mit diesem Team zu arbeiten.

GaloppOnline.de: Wer macht was?

Jan Vogel: Neben den bewährten Kräften sind zum Beispiel Peter Ritters und Rolf Stefen für die Anlagen inclusive Trainingsbereich zuständig. Vor allem Peter Ritters hält auch ständigen Kontakt zu den Trainern. Für die Öffentlichkeitsarbeit und das Sponsoring ist Peter Russin zuständig, Reinhard Ording für den renntechnischen Bereich. Dann arbeiten wir auch zum Beispiel mit einem Landschaftsgärtner zusammen, der sich um das äußere Bild der Anlage kümmert.

GaloppOnline.de: Der Parkplatz war im letzten Winter ein großes Problem. Was erwartet die Besucher am Sonntag?

Jan Vogel: Ein neues Bild, ganz andere Zustände. Der Parkplatz wurde komplett überarbeitet und auch die Zufahrtsstraße erneuert.

GaloppOnline.de: Was hat sich im Zuschauerbereich getan? Welche Erkenntnisse hat man aus der letzten Saison gewonnen, was hat man umgesetzt?

Jan Vogel: Wir haben auf einige Anliegen der Besucher reagiert. So haben wir das Besucherzelt vor der alten Wetthalle in den Zielbereich verlegt. Es ist ein auch vom Interieur ganz neu gestaltetes Zelt. Aus dem Zelt heraus hat man auch einen Blick auf die Bahn, kann die Rennen verfolgen. Gastronomie wird selbstverständlich angeboten, Fernseher und Wettkasten sind im Zelt vorhanden. Es soll ein wirklich beliebter Treffpunkt für die Rennbahnbesucher werden.

GaloppOnline.de: Verlangen Sie Eintrittsgeld für dieses Zelt?

Jan Vogel: Nein, es ist für Jedermann kostenlos zugänglich. Auch das Equipe-Restaurant im Obergeschoss der Tribüne ist in diesem Winter ohne Eintritt zugänglich. Es empfiehlt sich aber, Reservierungen zu tätigen.

GaloppOnline.de: Wo kann sich der Besucher sonst noch aufhalten?

Jan Vogel: An zwei bekannten Plätzen. Einerseits im Bürgersaal im Erdgeschoss der Tribüne und auch in der Alten Wetthalle.

GaloppOnline.de: Sie werden am Sonntag mit einem großen Programm starten. Wie wird sich das Geläuf präsentieren?

Jan Vogel: Es befindet sich in einem sehr guten Zustand, dies hat auch die Rennbahnprüfungskommission bestätigt. Auch wenn nun der angekündigte Frost kommen sollte, wird sich an diesem Zustand nichts ändern.

GaloppOnline.de: Was werden die Highlights der Wintersaison in Neuss sein? Sandbahn Grand Prix oder Auktionsrennen sind ja leider schon länger von der Neusser Karte verschwunden.

Jan Vogel: Es ist unser wirklich angestrebtes Ziel, wieder ein Listenrennen - wie, zum Beispiel, einen Sandbahn Grand Prix - in das Programm auf zunehmen. Dies ist aber in diesem Winter nicht umsetzbar. Wir planen allerdings für die Monate Januar, Februar und März kommenden Jahres Serienläufe. Die qualifizierten Pferde bestreiten einen Endlauf, der sich dann auch in der Dotierung deutlich abhebt.

GaloppOnline.de: Woher nehmen Sie dieses Geld?

Jan Vogel: Den Rennpreis werden wir über Sponsoren stemmen.

GaloppOnline.de: Früher war ein Neusser Rennen auch im Programm der europäischen Sandbahn-Serie integriert. Gibt es da noch Chancen, in absehbarer Zeit wieder auf diesen Zug aufzuspringen? Solche international besetzte Rennen waren ja eine richtige Zugnummer im eigentlich tristen Winterprogramm.

Jan Vogel: Über Herrn Ording halten wir Kontakt zu den Verantwortlichen dieser Rennen. Aber zunächst einmal sollten wir nicht davon ausgehen, dass wir, zumindest in den nächsten ein, zwei Jahren, in diesen Läufen wieder als Austragungsort erscheinen werden.

GaloppOnline.de: Neben Silvester bieten Sie nun auch am zweiten Weihnachtstag Rennen an. Die Turffreunde reagierten positiv. Dieser Tag hatte früher in Mülheim und später in Neuss stets einen sehr guten Besuch. Silvester ist ohnehin ein Tag, an dem man gerne noch einmal zur Rennbahn geht, zumal auch die Ehrung der Champions über die Bühne geht. Was bieten Sie den Besuchern an diesen Renntagen an?

Jan Vogel: Wir wollen genau diese beiden Tage, den zweiten Weihnachtstag und den Silvestertag, für das Publikum aufwerten, beide Veranstaltungen werden wir entsprechend ihrer Bedeutung begleiten. Außerdem möchte ich noch darauf hinweisen, dass wir für die Kinder an jedem Renntag einen Doppeldeckerbus als Spielplatz zur Verfügung stellen. Die Kids werden den gesamten Renntag über von einem dreiköpfigen Fachpersonal betreut.

(26.11.2010)