Interview/Jockey Talks

Mit Chr. Berglar

GaloppOnline.de: Sie haben einen Anteil an Maxios erworben, wie kam es zu dieser Entscheidung?

Dr. Christoph Berglar: Andreas Jacobs rief mich an und fragte, ob ich mich an dem Hengst beteiligen wolle. Ich habe spontan zugesagt, denn ich hatte ohnehin vor, Almerita zu Maxios zu schicken. Als Medicean-Stute ergibt sich hier nämlich eine hochinteressante Inzucht auf Coup de Folie. Die Inzucht auf überragende Mütter hat mir in der Vergangenheit viel Glück gebracht: Night Lagoon als Mutter von Novellist und Patineuse als Mutter von Protectionist sind zwei aktuelle Beispiele.

GaloppOnline.de: Welche Erwartungen haben Sie in die Zuchtlaufbahn von Maxios?

Dr. Christoph Berglar: An Maxios sind Züchter beteiligt, die über sehr qualitätsvolle Mutterstuten verfügen. Das ist für den Hengst eine ideale Ausgangsposition. Gleichzeitig ist festzustellen: Während die Zahl der Stutenbedeckungen in Deutschland rückläufig ist, nimmt die Zahl der interessanten Hengste zu, siehe die beiden etablierten Hengste Soldier Hollow und Areion oder junge Debutanten wie Maxios, Pastorius, Reliable Man und Dabirsim. In diesem Segment dürfte es also einen verstärkten Wettbewerb geben. Das könnte sich auch bei den Decktaxen anderer Hengste bemerkbar machen.

GaloppOnline.de: Hat es in Ihren Überlegungen eine Rolle gespielt, dass Maxios ein Monsun-Sohn ist, wie Novellist?

Dr. Christoph Berglar: Ja, aber nur in Kombination mit der phantastischen Mutterlinie.

GaloppOnline.de: Wie geht es Novellist? Wie hoch wird die Decktaxe sein, mit welchem Zuspruch an Stuten rechnen die neuen Besitzer?

Dr. Christoph Berglar: Novellist geht es sehr gut. Er hat eine Box gegenüber von Harbinger, dessen Ascot-Bahnrekord er gebrochen hat, bezogen. Die Decktaxe wird 4 Mio. Yen, also 29.000 Euro, betragen. Das scheint für die japanischen Züchter kein Problem zu sein. Man rechnet auf Shadai mit 150 Stuten für ihn in der kommenden Decksaison.

GaloppOnline.de: Werden Sie Novellist ebenfalls nutzen?

Dr. Christoph Berglar: Davon gehe ich aus, denn ich verfüge über mehrere lebenslängliche Zuchtrechte an dem Hengst. Aus zolltechnischen Gründen kann ich jedoch nur nichttragende Stuten nach Japan schicken. Da muss ich in der Decksaison 2014 leider passen.

(13.12.2013)