Maike Riehl | GaloppOnline

Maike Riehl

Sport-Welt: Glückwunsch zu zwei Siegen in Magdeburg! Ist Ihnen das schon einmal an einem Renntag gelungen?

Maike Riehl: Nein, das war das erste Mal. Ich bin überglücklich, zumal der erste von beiden auch noch mein 30. Erfolg in der Karriere war. Ich werde diesen Tag in bleibender Erinnerung behalten.

Sport-Welt: Welcher war schöner, welcher überraschender?

Maike Riehl: Jeder Sieg ist schön, aber die beiden in Magdeburg waren trotzdem noch besonders. Humita reite ich sehr gern, sie ist ein ganz liebes Pferd. Und mit den Besitzern von Hot Hannah bin ich schon lange gut befreundet, sie geben mir viele Chancen in den Rennen. In Hamburg hätte es mit der Taktik von vorne fast geklappt. Auf der schnellen Bahn hier in Magdeburg war mir fast klar: Wenn ich erst mal weit genug weg bin, holt mich keiner mehr ein.

Sport-Welt: Mit Lumbsden saßen Sie im letzten Rennen auf einem Mitfavoriten. Warum waren Sie nicht mit vorne dabei?

Maike Riehl: Beim letzten Mal ist Filip Minarik noch fast in der Startmaschine von ihm runtergefallen, dieses Erlebnis hat er wahrscheinlich noch im Hinterkopf. Er war im Gegensatz zu sonst auch unruhig in der Maschine und sprang schlecht ab. Das muss er wohl noch verarbeiten, dann ist er zu besseren Leistungen fähig. In der Geraden kamen wir ja dann auch noch gut an die Spitzengruppe heran.

Sport-Welt: Mit dem 30. Treffer haben Sie nur noch zwei Kilo Gewichtserlaubnis. Haben Sie Angst, jetzt weniger Ritte zu bekommen?

Maike Riehl: Davon gehe ich nicht aus. Auch die beiden Erfolge hier waren so deutlich, die hätte es auch mit einem Kilo mehr gegeben.

Sport-Welt: Wann knacken Sie die 50 und dürfen sich Jockey nennen?

Maike Riehl: Ich hoffe, im nächsten Jahr schaffe ich diese Marke.  So, wie es derzeit läuft, bin ich zuversichtlich, dass auch 2020 noch ein paar Siege hinzukommen.