Gavin Ashton | GaloppOnline

Gavin Ashton

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Sport-Welt: Herzlichen Glückwunsch zum Sieg auf Mistic Memory. Viel besser kann ein Comeback gar nicht losgehen, oder?

Gavin Ashton: Vielen Dank. Eigentlich ging es gar nicht gut los, denn von fünf geplanten Ritten hatte ich vier Nichtstarter. Deshalb dachte ich, naja, das ist eben einer dieser Tage. 20 Minuten vor dem Rennen bekam ich dann die Mitteilung, dass ich für Herrn Dzubasz reiten sollte, und so war es doch noch ein gutes Comeback.

Sport-Welt: Der Start in Deutschland begann komplett anders als geplant.

Gavin Ashton: Ich konnte es nicht glauben, wie es begann, mit einem Unfall im zweiten Lot, welches ich ritt. Ich brach mir bei einem Sturz das Bein. Das gehört aber zum Rennsport dazu. Man muss auch das Gute daran sehen. Ich hatte viel Glück, denn es hätte mich viel schlimmer treffen können. Jetzt bin ich schon nach zwölf Wochen zurück, wofür ich sehr viel getan habe.

Sport-Welt: Wie lief die Reha ab und wo?

Gavin Ashton: Ich war für die Reha in Newmarket bei Peter O’Sullevan House, einer großartigen Einrichtung für verletzte Jockeys, direkt neben der British Racing School. Dadurch, dass ich in den letzten Jahren in Großbritannien geritten bin, konnte ich dort meine Reha gestalten. Und die war großartig. Ich sah jeden Tag drei Experten, die mit mir gearbeitet haben. Eine wirklich unglaublich großartige Einrichtung. Ich bin ihnen sehr dankbar für die Möglichkeiten, die ich bekam, habe aber auch selbst alles für ein schnelles Comeback gegeben.

Sport-Welt: Wie sieht nun eine normale Arbeitswoche für sie aus?

Gavin Ashton: Ich bin in Hoppegarten bei Eva Fabianova stationiert und reite dort zwischen vier und fünf Tagen. Für zwei Tage bin ich dann noch bei Bohumil Nedorostek in Hannover, verbringe also viel Zeit auf der Autobahn. Aber ich bin extrem erfolgshungrig und will alles für den Erfolg geben.

Sport-Welt: Was sind die Ziele für diese Saison?

Gavin Ashton: Vor der Verletzung setzte ich mir das Ziel, 30 Sieger und einen Black Type-Sieger zu reiten, dann kam eben der Unfall. Ich habe aber so viel für mein Comeback gegeben, dass ich an meinem Ziel festhalten und es trotzdem erreichen möchte. Außerdem möchte ich mein Deutsch deutlich verbessern.