Nun beginnt auch in Irland die klassische Saison. Am Samstag stehen als erstes die klassischen Irish 2000 Guineas auf dem Programm des Curragh (Zum Rennen). Die Gesamtdotierung der Meilenprüfung, die sich an dreijährige Hengste wendet, beträgt 300.000 Euro, davon erhält der Sieger 171.000 Euro. Wie schon in den vergangenen Jahren hält sich das Interesse der englischen Trainer in Anbetracht der monumentalen Überlegenheit Ballydoyles in den irischen Klassikern der vergangenen Jahre stark in Grenzen. Insgesamt zehn Mal stammte der Sieger schon aus dem Stall von Aidan O´Brien. Nur ein englischer Trainer schickt in diesem Jahr seinen Schützling über die irische See. Der aber hat es in sich.
Denn dabei handelt es sich um Galileo Gold, den Sieger des englischen Äquivalents, der 2000 Guineas von Newmarket Anfang Mai (Zum Video): Hugo Palmer äußerte sich am Mittwoch gegenüber der englischen Racing Post dahingehend, dass sich sein Paco-Boy-Sohn seit seinem Anderthalb-Längen-Sieg weiter verbessert habe. Der Trainer geht zudem davon aus, dass sein Schützling weitgehend bodenunabhängig sei, soweit er nicht „auf Extreme“ stoße. Da der Boden aber am Donnerstag noch als auf der festen Seite von gut ausgewiesen wurde und bis Samstag einige Regenfälle vorhergesagt werden, dürfte der Boden nach dem Geschmack des 150:10-Überraschungssiegers von Newmarket sein. Er könnte damit zum direkten Nachfolger von Aidan O´Briens doppeltem Guineas-Sieger Gleneagles aus dem Vorjahr und der neunte Hengst in der Geschichte werden, dem dieses Double gelingt.
Die schärfste Konkurrenz könnten die englischen Guineas-Starter von Aidan O´Brien darstellen, die auch im Wettmarkt die Verfolger sind. Allen voran der letztjährige Champion-Zweijährige Air Force Blue, sage und schreibe dreifacher Gruppe I-Sieger der letzten Saison und danach haushoher Favorit in den englischen Guineas, die er aber – fast sensationell – als Zwölfter beendete. Aidan O´Brien zeigte sich danach selbstkritisch und warf die Frage auf, ob er seine klassische Hoffnung nicht allzu hart angefasst und übertrainiert habe.












