Es ist noch sehr früh im Jahr doch in Großbritannien wird jetzt schon vom Rennen des Jahres gesprochen. Ort des Geschehens könnte das Ebor Festival im August auf der Rennbahn von York werden. William Derby, dortiger Geschäftsführer, gab gegenüber der Racing Post an, dass man zurzeit an einer langfristigen Zusammenarbeit mit dem Besitzern der japanischen Triple Crown-Siegerin und Favoritin für das morgige Dubai Turf (Gr.I) Almond Eye bastelt.
Auf dem Weg zur ersten japanischen Arc-Siegerin der Geschichte zu werden, möchte man die Superstute zum Ebor Festival locken um dort entweder im Juddmonte International oder in den Yorkshire Oaks anzutreten. Dort könnte es dann zum großen Aufeinandertreffen mit zwei der besten Stuten der vergangenen Saison kommen. Enable aus dem Stall von John Gosden hat in diesem Jahr das große Ziel zum dritten Mal in Folge den Prix l’Arc de Triomphe zu gewinnen um sich so unsterblich zu machen. Die Nathaniel-Tochter könnte so zum ersten Pferd der Geschichte werden, dass dieses Monstre-Rennen dreimal für sich entscheidet. Auf dem Weg dorthin, wird natürlich die gesamte Kampagne diesem Ziel untergeordnet. Ihr Saisondebüt wird sie wahrscheinlich im Coronation Cup am 05.Juni in Epsom geben. Ob sie dann noch einmal so knapp vor dem Arc, das Juddmonte International wird 46 Tage davor ausgetragen, eine solche Herausforderung von ihrem Trainer verpasst bekommt wird sich zeigen. Die zweite Teilnahme am Arc hat man auch im Lager der vierjährigen Sea of Class vordergründig im Blick. Die vom William Haggas trainierte Stute wurde im vergangenen Jahr nach ihrer überragenden Dreijährigen-Kampagne für die 2400 Meter-Prüfung nachgenannt und musste sich dort nur Enable geschlagen geben. Im Vorfeld gewann die Sea The Stars-Tochter die Yorksire Oaks während des Ebor Festivals in überlegener Manier, die gleiche Route scheint für 2019 zu mindestens denkbar.
Es gibt also genügend Fragezeichen ob es schon in England zum großen Stutenclash kommen könnte, doch alleine die Aussicht darauf lässt die Vorfreude auf die britische Flachsaison, die am Samstag in Doncaster eröffnet wird, nur noch steigen. Almond Eye müsste, sollte sie denn diese Route gehen, aller Voraussicht nach auf den Versuch der Titelverteidigung im Japan Cup verzichten. Den japanischen Quarantäneregeln nach, müsste sie ihre Saison in diesem Falle wohl beenden. Startet sie in York und in Longchamp ist sie wahrscheinlich mehr als 60 Tage im Ausland, das Zeitfenster um dann im Japan Cup startberechtigt zu sein wäre zu kurz. Sicherlich verschmerzbar, sollte sie denn zur ersten japanischen Siegerin des Prix l’Arc de Triomphe werden.













