Es war bisher eine aufregende Woche in den USA. Churchill Downs Inc. (CDI) und die New York Racing Association (NYRA) kündigten eine neue Championship-Serie für die Dreijährigen an. Bestehen soll sie aus sechs Rennen, mit dabei das Kentucky Derby und die Belmont Stakes. Die Preakness Stakes lässt man außen vor.
Damit wären der erste und der dritte Lauf der Triple Crown in das neue Konzept involviert, der zweite Lauf der Triple Crown allerdings nicht. Bisher sind die Meinungen geteilt. Die einen begrüßen die Innovation und glauben, dass es Zeit ist für gravierende Veränderungen, anstatt an Traditionen festzuhalten, die anderen sind nicht grundsätzlich gegen Neuerungen, aber glauben, dass eben auch Traditionen den Rennsport ausmachen.
Die Preakness Stakes nicht in diese neue Serie einzubeziehen, sollten die neuen Championships denn Erfolg haben und hochkarätige Dreijährige anlocken, könnte tatsächlich das Ende der Triple Crown bedeuten. Aber auch speziell für den zweiten Lauf gab es in dieser Woche gravierende Neuigkeiten.
NBC und Peacock haben einen Vertrag mit dem Maryland Jockey Club geschlossen, das Grade I-Rennen zu übertragen. Der Vertrag läuft bis 2032. Außerdem werden die Preakness Stakes verlegt. Bisher zwei Wochen nach dem Kentucky Derby gelaufen, haben die Pferde nun eine Woche länger Zeit sich auf das Rennen vorzubereiten.
In den letzten Jahren ließen einige Kentucky Derby-Sieger den zweiten Lauf aus, ihre Teams entschieden sich für die Belmont Stakes, um dem Pferd mehr Zeit zur Erholung zu geben. Sie verzichteten damit freiwillig auf einen möglichen Gewinn der Triple Crown, so auch der diesjährige Sieger Golden Tempo.
Zum ersten Mal in der Geschichte werden die Preakness Stakes auch nicht an einem Samstag abgehalten, sondern sollen Sonntagnachmittag ausgetragen werden, also am 23. Mai 2027. Nun liegen also drei Wochen zwischen dem Kentucky Derby und den Preakness Stakes, dafür sind es dann aber nur noch zwei Wochen bis zu den Belmont Stakes. Mit der neuen Championship-Serie ist es fraglich, ob die Triple Crown noch attraktiv für den Sieger des Kentucky Derbys ist.
Es bleibt abzuwarten, wie genau die Serie gestaltet wird, weitere Details sollen in der nächsten Zeit veröffentlicht werden. NBC Sports hat auf jeden Fall die hochkarätigen Rennen im Programm, denn der Sender überträgt auch das Kentucky Derby bis 2032, die Rennen des Breeders‘ Cup Meetings bis 2030 und das Royal Ascot Meeting bis 2028.









